Hochwertige Berufsbekleidung zeichnet sich durch ihre Schutzfunktion, ihre Funktionalität, ihren Tragekomfort und ihre professionelle Ausstrahlung aus. Darüber hinaus sollte sie natürlich eine hohe Qualität aufweisen und möglichst robust und langlebig sein.
Berufsbekleidung im Handwerk – Anbieterübersicht
Arbeitskleidung erfüllt im Handwerk mehrere wichtige Aufgaben: Sie schützt vor äußeren Einflüssen wie Staub, Feuchtigkeit und rauen Oberflächen und trägt so zur Sicherheit am Arbeitsplatz bei – etwa durch robuste Materialien, gepolsterte Knie oder Stahlkappen in den Schuhen. Gleichzeitig unterstützt sie durch praktische Details wie gut platzierte Taschen die tägliche Arbeit und wirkt nach außen professionell und vertrauensbildend. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Anbieter es gibt, worauf Sie beim Kauf achten sollten und wie sich Berufsbekleidung je nach Gewerk unterscheidet. Eine kompakte Checkliste rundet das Ganze ab.
Berufskleidung online kaufen – Anbieter in der Übersicht
Da die Anforderungen an Berufsbekleidung je nach Gewerk sehr unterschiedlich sein können, ist es manchmal gar nicht so leicht, den passenden Anbieter zu finden. Unsere Übersicht kann Ihnen dabei helfen. Achten Sie bei der Auswahl nicht nur auf die Eignung für den jeweiligen Verwendungszweck, sondern berücksichtigen Sie auch:
- Die richtige Kleidergröße
- Die verwendeten Materialien
- Den Schnitt
- Die Langlebigkeit der Kleidung
- Die Pflegeeigenschaften – sie sind oft kaufentscheidend
Denn: Berufsbekleidung sollte nicht nur funktional, sondern auch praktisch und alltagstauglich sein.

BP Berufsbekleidung
BP zählt sich selbst zu den führenden Herstellern von Berufsbekleidung und konzentriert sich dabei nicht nur auf eine Branche. Neben dem Handwerk und der Industrie bedient die Marke auch die medizinischen Berufe und die Gastronomie. Das Unternehmen wurde bereits 1788 gegründet und setzt auf ständige Weiterentwicklung. Auch das Thema Nachhaltigkeit ist tief in der Unternehmensphilosophie verankert. Sie finden bei BP hochwertige Berufsbekleidung für verschiedene Gewerke wie SHK, Dachdeckerei, Elektroinstallation und viele mehr. Preislich ist BP im mittleren Segment einzuordnen.

Mewa Berufsbekleidung
Mewa ist ein Familienunternehmen, das seit 1908 besteht und auf ein nachhaltiges Konzept setzt, das eine wassersparende und ressourcenschonende Herstellung und Reinigung gewährleistet. Bei Mewa gibt es Berufsbekleidung für verschiedene Berufsgruppen wie Service und Gastronomie, Handel und Verkauf, Lebensmittelherstellung und eben auch für das Handwerk. Das Unternehmen setzt auf einen Rundum-Service und stellt Ihnen die benötigte Kleidung zur Verfügung. Nach einer bestimmten Zeit wird sie bei Ihnen abgeholt, für Sie gereinigt und bei Bedarf repariert oder ersetzt. Mewa vermietet Ihnen die Kleidung, es handelt sich aber nicht um einen Kauf. Die Kosten dafür können variieren und werden Ihnen auf Anfrage mitgeteilt.

Krähe Arbeitskleidung
Auch Krähe ist ein Familienunternehmen, das sich auf Arbeitskleidung spezialisiert hat und auf eine rund 80-jährige Geschichte zurückblickt. Bei Krähe gehen Tradition und Innovation Hand in Hand, sodass Sie sich auf bewährte Lösungen mit hochwertiger Verarbeitung und hoher Funktionalität freuen können. Sie können Arbeitskleidung für verschiedene Branchen sowohl online als auch im stationären Fachgeschäft erwerben und sich vor Ort persönlich beraten lassen. Die Produkte von Krähe sind günstig bis mittelpreisig.

Strauss
Bei Strauss erwartet Sie eine riesige Auswahl an Berufsbekleidung, die zahlreiche Branchen abdeckt. Für Sie als Betreiber eines Handwerksbetriebs dürften vor allem die robusten Latzhosen, die Handwerkerschürzen und die Wetterschutzjacken für den Außeneinsatz interessant sein. Auch einfache Poloshirts und Longsleeves können Sie bei Strauss bequem online bestellen. Die Preise variieren, bewegen sich aber eher im unteren bis mittleren Segment. Einzelne Teile können bisweilen auch etwas teurer sein.

ASX.eu
ASX.eu vertreibt Berufsbekleidung von verschiedenen Marken wie Fristads, Nitras oder Helly Hansen für eine Vielzahl an Branchen. Auch hochwertige Kleidung für Handwerker gehört zum Sortiment und kann online erworben werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Kleidung zu personalisieren und zum Beispiel mit Ihrem Unternehmenslogo zu verzieren. Die Preise sind je nach Marke und Funktionalität des Kleidungsstücks sehr unterschiedlich. So können Sie bei ASX.eu Longsleeves für um die 10 bis 20 Euro, aber auch für mehr als 200 Euro kaufen.

Berufskleidung24.de
Auch bei Berufsbekleidung24.de können Sie aus einem großen Angebot an verschiedenen Marken auswählen, sodass für jedes Budget etwas Passendes dabei sein sollte. Zum Sortiment gehören günstige Marken wie Leiber, aber auch einige mittelpreisige Hersteller. Gerne können Sie die Filterfunktionen nutzen, um die passende Handwerkerkleidung in Ihrer Preisklasse zu finden. Wenn Sie Fragen zu den Produkten haben oder eine Beratung wünschen, können Sie sich an den Kundenservice von Berufsbekleidung24.de wenden.

Bardusch
Bardusch setzt auf ein Textilsharing-System, bei dem Sie die Berufskleidung nicht kaufen, sondern nur zur Nutzung zur Verfügung gestellt bekommen. Darüber hinaus kümmert sich das Unternehmen um das fachgerechte Waschen der Kleidung. Sie müssen sich also nicht auch noch um die Reinigung kümmern oder einen Dienstleister dafür finden. Wenn Sie mehr über die Kosten erfahren möchten, dann setzen Sie sich einfach mit dem Anbieter in Verbindung.

Top Arbeitsschutz
Bei Top Arbeitsschutz können Sie Sicherheitsschuhe, wetterfeste Berufsbekleidung, Schweißerschutzkleidung, Arbeitshandschuhe, Schutzhelme und viele weitere praktische Produkte für die Handwerkerbranche erwerben. Wenn Sie möchten, können Sie auch den Veredelungsservice des Anbieters in Anspruch nehmen und Ihr Logo auf die Kleidung drucken oder sticken lassen. Die Kleidung, die wir im Onlineshop von Top Arbeitsschutz gefunden haben, war sehr budgetfreundlich.

Arbeitskleidung.net
Auf Arbeitskleidung.net können Sie Berufsbekleidung von Marken wie Exner, Greiff, Abeba, Leibner und BP bestellen. Dementsprechend können auch die Preise unterschiedlich sein. BP bewegt sich beispielsweise eher im mittleren Preissegment, während die Kleidung von Leibner relativ günstig ist. Im Shop treffen Sie auf ein riesiges Angebot an Kleidung für Medizin, Labor und Pflege, Security, Business und Handel sowie für Gastro und Service. Außerdem gehört robuste Workwear für Handwerker zum Angebot.

Como
Como ist seit 25 Jahren im Geschäft und verkauft nicht nur hochwertige Berufsbekleidung, sondern bietet auch das Besticken seiner Produkte sowie eine persönliche Beratung. Im Shop gibt es außerdem Berufsbekleidung für etwas beleibtere Handwerker in Übergrößen bis 8XL. Preislich ist die Kleidung irgendwo im unteren bis mittleren Preissegment angesiedelt.

Dbl
Mit Dbl entscheiden Sie sich für ein Mietservice. Anstatt die Kleidung zu kaufen, können Sie diese gegen eine Gebühr in Ihrem Betrieb nutzen. Zunächst werden Sie umfangreich beraten, sodass Sie auch wirklich die passenden Produkte auswählen. Anschließend stattet Dbl jeden Ihrer Mitarbeiter mit der passenden Berufsbekleidung aus. Wenn diese einmal verschmutzt ist, wird sie vom Anbieter abgeholt und gereinigt. Außerdem kümmert er sich um die Reparatur und den Umtausch. Informationen zu den Kosten erhalten Sie vom Anbieter.
Onlinekauf vs. Ladengeschäft
Sie können Ihre Berufsbekleidung bequem online bestellen oder in ein Ladengeschäft in Ihrer Region gehen. Beide Varianten haben Ihre Vor- und Nachteile. Welcher Vertriebsweg nachhaltiger ist, lässt sich übrigens pauschal nicht sagen. Ein lokales Geschäft kann sehr nachhaltig sein, wenn es selbst vor Ort produziert und so Transportwege wegfallen. Wenn es sich aber erst einmal Ware aus Übersee anliefern lässt, greift dieser Punkt nicht mehr. Außerdem kommt es auch auf Faktoren wie die verwendeten Materialien und den Herstellungsprozess an.
| Vertriebsweg | Vorteile: | Nachteile: |
| Onlinekauf |
|
|
| Kauf im Ladengeschäft |
|
|
Tipp: In unserer Anbieterübersicht haben wir Ihnen schon einige Unternehmen vorgestellt, die einen Mietservice anbieten. Sie müssen Berufsbekleidung also nicht zwangsläufig kaufen. Die Abwicklung erfolgt bei einem solchen Mietservice häufig über das Internet. Sie können sich aber informieren, ob auch eine persönliche Beratung vor Ort bei Ihnen im Betrieb oder in den Räumlichkeiten des Anbieters möglich ist.
Empfehlung: Bekleidungsnachweise digital erfassen
Mit der digitalen Archivierung in STREIT lassen sich Ausgaben für Berufsbekleidung revisionssicher dokumentieren. Ideal bei Mietmodellen oder Rückfragen zur Ausstattung einzelner Mitarbeitender.
Was macht gute Berufsbekleidung aus?
Schutzfunktion & Sicherheit
In vielen handwerklichen Berufen erfüllt Schutzkleidung vor allem eine Sicherheitsfunktion. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung wird ermittelt, welche Schutzkleidung erforderlich ist. Unter anderem schützt sie vor diesen Gefahren:
- Hitze und Flammen: Beim Schweißen oder bei anderen Arbeiten in einem heißen Umfeld wird Kleidung benötigt, die gegen Hitze isoliert ist. Außerdem sollte sie vor heißen Oberflächen, der ausstrahlenden Hitze von Flammen oder Metallspritzern schützen. Üblicherweise wird die Kleidung durch Schutzbrillen und Handschuhe ergänzt.
- Chemikalien: Wenn Ihre Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit mit Chemikalien in Berührung kommen, müssen sie auch davor geschützt werden. Bestimmte Materialien, zusätzliche Imprägnierungen und vor allem Schutz an durchlässigen Stellen wie Reißverschlüssen sind diesbezüglich unabdingbar.
- Maschinen: Eine kleine Unachtsamkeit kann genügen und schon hat sich einer Ihrer Mitarbeiter beim Bedienen einer Maschine verletzt. Robuste Schutzkleidung aus reißfesten, dicken Materialien kann das Risiko nicht eliminieren, aber zumindest senken.
- Wetterschutz: In vielen Gewerken findet die Arbeit größtenteils draußen statt. Dort sollte den Mitarbeitern regenfeste, windfeste und vor allem ausreichend warme Kleidung zur Verfügung gestellt werden. Je nach Wetterlage und Saison können verschiedene Sets an Berufsbekleidung notwendig sein.
- Elektrizität: Wenn das Risiko besteht, dass Ihre Mitarbeiter mit elektrischen Aufladungen in Kontakt kommen, sollten sie elektrostatisch ableitfähige Schutzbekleidung tragen.
- Warnschutz: Überall dort, wo die Gefahr besteht, dass die Handwerker von Fahrzeugen übersehen werden könnten, sollte für einen Warnschutz in Form von auffälligen Farben und reflektierenden Streifen gesorgt werden.
Funktionalität und Langlebigkeit
Bei der Kaufentscheidung spielt selbstverständlich die Funktionalität eine wichtige Rolle. Je nach Einsatzort sollte die Kleidung also die oben genannten Sicherheitskriterien erfüllen, aber auch die Langlebigkeit ist ein wichtiger Aspekt. Je seltener die Arbeitskleidung ausgetauscht werden muss, desto günstiger ist das für Sie. Robuste und langlebige Produkte sind außerdem nachhaltiger. Gleichzeitig ist es für Sie als Arbeitgeber aber auch wichtig zu wissen, wann die Lebensdauer überschritten ist und wann die Kleidung ausgetauscht werden muss. Schließlich haben Sie Ihren Mitarbeitern gegenüber eine Fürsorgepflicht.
- Üblicherweise empfiehlt der Hersteller, nach wie vielen Wäschen die Kleidung ausgetauscht werden sollte, weil sie dann ihrer Schutzfunktion nicht mehr vollständig gerecht werden kann.
- Wenn die Kleidung offensichtlich beschädigt worden ist und zum Beispiel Risse oder dünne Stellen aufweist, muss sie ebenfalls ersetzt werden.
- Hitzeschutzkleidung sollte außerdem ausgetauscht werden, wenn sie durch Chemikalien kontaminiert oder lange der UV-Strahlung ausgesetzt war.
- Immer wenn Sie das Gefühl haben, dass die Kleidung nicht mehr ihre Schutzfunktion erfüllt, sollte ein neues Set besorgt werden. So sind Sie und Ihre Mitarbeiter auf der sicheren Seite!
Rechtliche Grundlagen
Das Bereitstellen von Schutzkleidung ist keine reine Empfehlung, sondern ein zentraler Bestandteil des gesetzlichen Arbeitsschutzes. Als Arbeitgeber haben Sie Ihren Angestellten gegenüber eine Fürsorgepflicht. Das können Sie detailliert in § 3 ArbSchG nachlesen. Dort heißt es, dass es zu den Grundpflichten des Arbeitgebers gehört, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu schützen. Die Mittel dafür muss er zur Verfügung stellen. Das bedeutet auch, dass Sie als Arbeitgeber für die Schutzkleidung zahlen müssen und diese Last nicht etwa auf Ihre Mitarbeiter abwälzen können. Auch in § 618 BGB heißt es, dass Arbeitnehmer so gut wie möglich vor Gefahren für Leben und Gesundheit geschützt werden müssen. Die Pflicht zur Schutzbekleidung ergibt sich in vielen Berufen daraus von selbst.
Tragekomfort
Neben der Schutzfunktion sollten Sie auch immer den Tragekomfort im Auge behalten. Nur wenn sich ihre Mitarbeiter wohl in der Kleidung fühlen und sich frei darin bewegen können, werden sie ihre Arbeit uneingeschränkt verrichten können.
Damit es nirgendwo zwickt oder drückt, sollten also Größe und Passform unbedingt stimmen. Manchmal kann es sinnvoll sein, unterschiedliche Größen bei Oberteil und Unterteil zu wählen, schließlich sind längst nicht alle Körper gleich gebaut. Optimalerweise geben Sie Ihren Mitarbeitern verschiedene Größen zum Anprobieren, sodass sie sich die passende Kleidung einfach selbst aussuchen können.
Darüber hinaus sollte die Kleidung möglichst atmungsaktiv sein, sodass Schweiß gut nach außen abgeleitet werden kann und nicht nach weniger Zeit schon auf der Haut klebt.
Professionalität
Berufsbekleidung strahlt Professionalität nach außen aus und zeigt Ihren Kunden direkt, dass Sie es mit Experten zu tun haben. So lässt sich bereits Vertrauen schaffen. Für Sie als Arbeitgeber ist es aber auch wichtig, auf die Professionalität des Verkäufers der Kleidung zu achten. Besteht sie aus hochwertigen und robusten Materialien? Werden die entsprechenden EN- und ISO-Normen für Schutzkleidung berücksichtigt und ausgewiesen? Kann der Händler ein Qualitätssiegel vorweisen?
Zertifizierung der Kleidung
Siegel und Zertifikate können auf die Qualität oder auf besondere Eigenschaften der Berufsbekleidung hinweisen:
- OEKO-TEX®-zertifiziert: OEKO TEX® vergibt verschiedene Siegel. Der Standard 100 besagt zum Beispiel, dass die Kleidung schadstoffgeprüft ist.
- Fair Wear: Von Fair Wear ausgezeichnete Kleidung ist unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt worden.
- CE-Kennzeichen: Wenn die Berufsbekleidung das CE-Kennzeichen trägt, versichert der Hersteller damit, dass sie bestimmte EU-Richtlinien bezüglich Sicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz erfüllt.
Arbeitskleidung für verschiedene Gewerke
Je nachdem, in welchem Gewerk Sie tätig sind, gibt es unterschiedliche Anforderungen an die Arbeitsschutzkleidung. Welche das im Detail sein können, zeigen wir Ihnen hier anhand von ein paar Beispielen auf.
Arbeitskleidung für Elektriker
Elektriker sind am Arbeitsplatz zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Um sie vor Lichtbögen und elektrischen Schlägen zu schützen, sollten sie mit der passenden Schutzbekleidung ausgestattet werden. Diese sollte antistatisch sein und hohe Temperaturen aushalten. Wichtig ist, dass auch die Schuhe eine isolierende Sohle haben, die vor Stromschlägen schützt.
Arbeitsbekleidung für Maler
Bekleidung für Maler ist traditionell weiß, da darauf Farbspritzer schnell erkannt und die Kleidung rechtzeitig gewaschen werden kann. Außerdem sollte sie über Taschen verfügen, sodass kleinere Werkzeuge wie Spachtel oder Schaber griffbereit darin verstaut werden können. Da Maler oft in verschiedenen Positionen und Körperhaltungen arbeiten, sollte die Kleidung obendrein viel Bewegungsfreiheit bieten.
Arbeitskleidung für Dachdecker
Dachdecker sind Wind und Wetter ausgesetzt und brauchen deswegen je nach Saison und Witterung regenfeste und windfeste sowie warme Kleidung. Auch rutschfeste Schuhe und Sicherheitsgurte zum Festmachen sind empfehlenswert.
Arbeitskleidung für SHK-Installateur
SHK-Installateure profitieren von einer Arbeitskleidung aus wasserabweisenden Materialien. Beim Schrauben an Gasthermen oder beim Verlegen von Rohren kann es schließlich schon einmal spritzen. Da es hin und wieder vorkommt, dass die Installateure auf dem Boden herumrutschen müssen, sollten sie außerdem Hosen mit Knieverstärkungen tragen.

Förderung
Für die Arbeitskleidung kommt üblicherweise der Arbeitgeber auf. Wenn es sich um Schutzkleidung handelt, ist er sogar dazu verpflichtet. Um die Kosten ein wenig abzufedern, können Sie sich Fördergelder sichern. Die BG BAU fördert zum Beispiel Arbeitskleidung, die Ihren Mitarbeitern dabei hilft, sich im Sommer vor der UV-Strahlung zu schützen. Darüber hinaus können Sie sich um Förderungen für Betriebsmittel bemühen. Arbeitskleidung gehört schließlich auch dazu.
Tipp: Mitarbeiterdaten zentral verwalten
In STREIT lassen sich Konfektionsgrößen, Ausstattungsmerkmale und Gewerkezuteilungen je Mitarbeiter pflegen. Das erleichtert die gezielte Bestellung und sorgt für Nachvollziehbarkeit bei der Verteilung von Arbeitskleidung.
Pflege & Nachhaltigkeit
Damit Sie die Berufskleidung lange nutzen können, sollten Sie beim Kauf diese Kriterien berücksichtigen:
- Die Kleidung sollte mindestens bei 60 °C waschbar sein. Nur so wird sie wirklich sauber.
- Damit eine schnelle und effiziente Reinigung möglich ist, sollte die Bekleidung außerdem für die Industriewäsche geeignet sein.
- Achten Sie auf langlebige und strapazierfähige Materialien wie Cordura® oder Ripstop.
- Der Hersteller sollte so groß und etabliert sein, dass Sie bei Verschleiß ausreichend Kleidung nachbestellen können.
Wenn Ihnen Nachhaltigkeit wichtig ist, dann halten Sie nach Siegeln wie dem OEKO-TEX® Standard 100 Ausschau und kaufen sie vorzugsweise von Anbietern, die Ihre Kleidung in Europa produzieren. Auch eine lange Haltbarkeit der Kleidung und eine wassersparende Reinigung ohne schädliche Chemikalien tragen zur Nachhaltigkeit der Berufsbekleidung bei.
Checkliste für Ihre perfekte Arbeitsausstattung
Jetzt wissen Sie, worauf es beim Kauf der Arbeitsbekleidung ankommt und welche Eigenschaften wichtig sind. Damit Sie keinen Teil vergessen und Ihre Mitarbeiter vollständig ausstatten, haben wir Ihnen hier noch eine Checkliste für alle wichtigen Teilbereiche der Arbeitsausrüstung zusammengestellt.
1. Grundausstattung an Arbeitskleidung
- Arbeitshose: Je nach Einsatzgebiet gibt es verschiedene Anforderungen. Fliesenleger, die viel auf dem Boden knien, freuen sich zum Beispiel über Kniepolstertaschen und Stretchzonen.
- Arbeitsjacke: Für den Außeneinsatz sind Softshelljacken eine geeignete Wahl. Sie sind sehr robust und halten sowohl Regen als auch Wind bis zu einem gewissen Grad ab, bleiben dabei aber atmungsaktiv. Bei Starkregen ist hingegen eine richtige Regenjacke die passende Wahl, während bei kühlen Außentemperaturen eine gut gefütterte Winterjacke angesagt ist.
- Arbeits-T-Shirts und Longsleeves: Unter der Arbeitsjacke können Ihre Mitarbeiter T-Shirts oder Longsleeves tragen. Sie sollten aus einem atmungsaktiven Material bestehen, gleichzeitig aber robust sein, sodass sie viele Wäschen aushalten.
- Arbeits-Sweatshirt oder -Pullover: Im Herbst und Winter gehören außerdem Sweatshirts und Pullover zur Berufsbekleidung. Auch hier kommt es auf Atmungsaktivität an. Zugleich müssen sie eine gute Wärmeisolierung bieten.

2. Schutz & Sicherheit
- Sicherheitsschuhe: In Abhängigkeit vom Einsatzgebiet sind verschiedene Sicherheitsklassen notwendig. Basisschuhe mit Zehenkappe und Rutschhemmung haben die Norm SB. Außerdem gibt es die Normen S1 bis S7.
- Handschuhe: Auch die Handschuhe müssen auf den Einsatzbereich abgestimmt sein. Es gibt etwa Montage- und Chemikalienschutzhandschuhe sowie einfache Handschuhe, die vor der Kälte schützen.
- Helm oder Anstoßkappe: Helme schützen Mitarbeiter auf der Baustelle vor herabfallenden Trümmerteilen oder Werkzeugen. Anstoßkappen sollen hingegen Verletzungen vermeiden, wenn sich ein Handwerker den Kopf stößt. Sie sind kein Ersatz für einen Helm!
- Gehörschutz: Auf Baustellen kommen nicht selten laute Maschinen und Werkzeuge zum Einsatz. Mit einem Gehörschutz schützen Sie das Gehör und auch die mentale Gesundheit Ihres Mitarbeiters. Dauerhafter Lärm kann nämlich das Stresslevel deutlich steigen lassen.
- Schutzbrille oder Gesichtsschutz: Sie halten Chemikalien, Farbspritzer, Staub und vieles mehr ab.
- Warnschutzkleidung: Sie haben einen Einsatz im Straßenverkehr oder direkt an einer dicht befahrenen Straße? Dann sollten Sie Ihre Mitarbeiter mit Warnschutzkleidung in auffälligen Farben und mit reflektierenden Streifen ausstatten.
3. Praktische Extra's
- Viele Taschen und Fächer für Werkzeuge: Je mehr Werkzeuge Ihre Mitarbeiter am Körper tragen können, desto weniger Wege müssen Sie zurücklegen. Das ist auch besonders praktisch, wenn sie gerade auf einer Leiter stehen oder sich auf dem Dach befinden.
- Reflektoren oder Warnapplikationen: Damit können Sie ganz normale Arbeitskleidung nachträglich sichtbarer machen und so die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter noch einmal erhöhen.
- Belüftungsöffnungen: Auch an heißen Tagen müssen Handwerker manchmal schwere Arbeitskleidung tragen. Damit sie nicht in Ihrem Schweiß ertrinken, können Belüftungsöffnungen, zum Beispiel unter den Armen, sinnvoll sein.
- Verstärkungen: Wenn die Arbeitskleidung an den Knien, am Ellenbogen und am Gesäß robuster ist, hält sie länger.
- Stretch-Einsätze: Selbst gute Arbeitskleidung kann bei so manchen Verrenkungen an ihre Grenzen kommen. Damit weder die Bewegungsfreiheit der Handwerker eingeschränkt wird noch die Nähte platzen, sind Stretch-Einsätze empfehlenswert.
FAQ zur Berufsbekleidung im Handwerk
Im Folgenden haben wir für Sie noch einmal die wichtigsten Fakten zur Berufsbekleidung im Handwerk zusammengefasst:
Darf ich meine private Kleidung bei der Arbeit tragen?
Das kommt auf den Beruf an, der ausgeübt wird. In vielen Bürojobs ist es überhaupt kein Problem, private Kleidung auf der Arbeit anzuziehen. Gerade im Handwerk ist das aber oft nicht möglich. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Angestellten so gut es geht, zu schützen und muss ihm deswegen in vielen Berufen auch Berufsbekleidung zur Verfügung stellen, die dann verpflichtend getragen werden muss.
Warum brauche ich Schutzkleidung?
Schutzkleidung soll das Leben und die Gesundheit schützen und Risiken mindern, die durch äußere Einflüsse wie Hitze, Flammen, Chemikalien oder die Witterung in vielen Berufen nun einmal gegeben sind.
Wer zahlt die Berufsbekleidung?
Wenn es sich um Schutzbekleidung handelt, muss der Arbeitgeber die Kosten dafür tragen. Bei Arbeitskleidung, die keine Schutzfunktion erfüllt, kommt es auf die individuellen Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer an.
Wann und wie oft muss Arbeitskleidung ersetzt werden?
Das kommt darauf an, wie häufig die Kleidung gewaschen und wie stark sie strapaziert wurde. Spätestens dann, wenn der Schutz der Mitarbeiter nicht mehr gewährleistet werden kann, ist ein Wechsel angesagt.
Fazit
Arbeitskleidung ist im Handwerk ganz normal. Sie schützt Ihre Mitarbeiter vor äußeren Einwirkungen, sorgt für mehr Bewegungsfreiheit und ist dank zahlreicher Taschen an den richtigen Stellen auch noch richtig praktisch. Sie sollten sie so auswählen, dass sie den Anforderungen in Ihrem Gewerk gerecht wird. Dabei können Sie auf verschiedene Anbieter zurückgreifen und sowohl online als auch im stationären Handel auf Shoppingtour gehen. Alternativ bietet sich auch die Miete der Arbeitskleidung an. In diesem Fall kümmert sich der Anbieter häufig auch um die Reinigung und Instandhaltung, sodass Sie den Kopf frei für Ihr Kerngeschäft haben.
