Bewerbung als Handwerker – alle Infos + Vorlage

Die schriftliche Bewerbung öffnet die erste Tür auf dem Weg zu einem neuen Job und sollte deswegen gut vorbereitet werden. Handwerker sollten Ihre praktischen Fähigkeiten betonen, aber auch Ihre Softskills hervorheben und Ihre Qualifikation mit den entsprechenden Zeugnissen und Zertifikaten nachweisen können. Wir verraten Ihnen, worauf es in einer Bewerbung im Handwerk ankommt und liefern Ihnen eine passende Vorlage.

Bewerbung im Handwerk – Varianten

Bewerbung ist nicht gleich Bewerbung. Wenn Sie sich für einen Ausbildungsplatz oder ein Praktikum bewerben, haben Sie ganz andere Voraussetzungen als jemand, der bereits seit vielen Jahren im Berufsleben steckt. Auch bei einer Bewerbung ins Ausland müssen Sie individuelle Besonderheiten berücksichtigen. Zudem gibt es Unterschiede je nach Gewerk – ein Elektriker betont in seiner Bewerbung oft andere Stärken als ein Dachdecker oder Fliesenleger.

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Bewerbung für einen Ausbildungsplatz

Wenn Sie sich für einen Ausbildungsplatz bewerben, weiß der Personaler natürlich, dass Sie noch keine Berufserfahrung haben. Machen Sie ihm klar, warum er sich trotzdem für Sie entscheiden sollte, indem Sie Ihre Motivation für den Beruf darlegen und ihm erklären, warum Sie sich ausgerechnet für diese Branche entschieden haben.

Vielleicht haben Sie bereits ein Praktikum in einem Handwerksbetrieb gemacht und dort Ihre Liebe für das jeweilige Gewerk entdeckt? Möglicherweise waren Sie immer gut im Werkunterricht und haben sich schon als Jugendlicher in Ihrer Freizeit an diversen Heimwerkerprojekten versucht.

Erwähnen Sie gerne auch Softskills wie eine gute Teamfähigkeit oder Kommunikationsstärke. Im Handwerk arbeiten Sie oft eng mit anderen zusammen. Außerdem müssen Sie sich auf Kunden verschiedenster Art einstellen, sodass der Job nicht nur zu Ihren Fähigkeiten, sondern auch zu Ihrer Persönlichkeit passen sollte.

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Bewerbung als Geselle

Als Geselle haben Sie bereits eine abgeschlossene Ausbildung und damit den ersten wichtigen Nachweis Ihrer fachlichen Qualifikation. In der Bewerbung sollten Sie Ihre praktischen Erfahrungen und Spezialisierungen klar hervorheben. Dazu gehören zum Beispiel die Baustellenarten, an denen Sie mitgearbeitet haben oder die Materialien und Techniken, mit denen Sie vertraut sind. Auch die Fähigkeit, selbstständig zu arbeiten, kleinere Projekte eigenverantwortlich umzusetzen oder Lehrlinge anzuleiten, kann ein Pluspunkt sein. Solche Kompetenzen sind gerade in Zeiten des Fachkräftemangels besonders gefragt.

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Bewerbung als Meister

Wenn Sie sich als Meister bewerben, bringen Sie in der Regel nicht nur handwerkliches Fachwissen, sondern auch organisatorische und führende Kompetenzen mit. Betonen Sie in Ihrer Bewerbung neben Ihrer Meisterqualifikation vor allem Ihre Erfahrung in der Anleitung von Mitarbeitern, der Planung von Projekten sowie der Zusammenarbeit mit Kunden und Geschäftspartnern. Ein Meister ist häufig in einer Schnittstellenfunktion zwischen Werkstatt, Baustelle und Büro tätig. Zeigen Sie also, dass Sie sowohl fachlich als auch organisatorisch den Überblick behalten.

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Bewerbung für ein Praktikum

Tatsächlich ist eine formelle Bewerbung für ein Praktikum gar nicht immer notwendig. Gerade wenn Sie ein Schülerpraktikum oder ein berufsorientierendes Praktikum nach der Schule durchführen möchten, kann es genügen, kurz im Betrieb anzurufen und zu fragen, ob Plätze frei sind. Anschließend stellen Sie sich noch einmal persönlich vor, und wenn alles passt, haben Sie den Praktikumsplatz.

Bei längeren Praktika oder in größeren Betrieben müssen Sie aber häufig eine schriftliche Bewerbung verschicken. Die sollte dann ganz klassisch ein Anschreiben, einen Lebenslauf und Zeugnisse enthalten. Zeigen Sie auf schriftlichem Weg, warum Sie sich für den Beruf begeistern, und demonstrieren Sie unbedingt Ihre Lernbereitschaft.

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Bewerbung im Ausland – auf Englisch

Für den Fall, dass Sie Ihre berufliche Zukunft gar nicht in Deutschland, sondern im Ausland sehen, müssen Sie individuelle kulturelle Besonderheiten beachten. Informieren Sie sich also unbedingt über die Gepflogenheiten im Zielland. Oft müssen Sie außerdem eine sprachliche Hürde überwinden. Sie planen eine Bewerbung auf Englisch? Dann beachten Sie diese Punkte:

  • Entscheiden Sie sich, ob Sie britisches oder amerikanisches Englisch verwenden. Eine Mischung aus beidem wirkt schnell unprofessionell.
  • Lassen Sie am besten einen Muttersprachler Ihre Bewerbung einmal gegenlesen. So lassen sich viele typische Fehler schnell ausmerzen.
  • Nutzen Sie die richtigen Vokabeln und informieren Sie sich über branchenspezifische Fachbegriffe. Wenn Sie die schon in der Bewerbung nicht draufhaben, kann das schnell ein Ausschlusskriterium sein.

Bewerbungsmappe – alles, was hineingehört

Auch wenn immer mehr Bewerbungen nur noch digital verschickt werden, gibt es nach wie vor Firmen, die eine klassische Bewerbungsmappe anfordern. Sie kann die folgenden Dinge enthalten:

  • Anschreiben
  • Deckblatt
  • Lebenslauf
  • Motivationsschreiben
  • Zeugnisse, Zertifikate und Arbeitsproben

Mit diesen Unterlagen untermauern Sie Ihren beruflichen Werdegang und weisen zugleich Ihre Qualifikation für den jeweiligen Beruf nach. Allerdings sind nicht alle der genannten Punkte obligatorisch. Die meisten Unternehmen verlangen mindestens einen Lebenslauf, ein Anschreiben und Zeugnisse.

Meist genügt es, wenn Sie das Zeugnis für den höchsten Bildungsabschluss und die letzten Arbeitszeugnisse beilegen. Auf Nachfrage können dann weitere Zeugnisse nachgereicht werden. Ein Deckblatt und ein Motivationsschreiben sind hingegen keine Pflicht, werden von manchen Unternehmen aber gerne gesehen.

Wenn Sie eine digitale Bewerbungsmappe erstellen, sollten Sie alle Dokumente zu einer einzigen PDF zusammenfassen. Ordnen Sie sie dabei genauso wie in einer klassischen Bewerbungsmappe an. Sie beginnen also mit dem Anschreiben und enden mit Zeugnissen und Anlagen.

Hinweis: Ein Foto müssen Sie Ihrer Bewerbungsmappe nicht mehr beilegen. Allerdings können Sie damit einen guten Eindruck erwecken und sich gegebenenfalls von anderen Bewerbern abheben. Wägen Sie also gut ab, ob Sie darauf verzichten oder nicht.

Deckblatt

Ein Deckblatt ist nicht zwingend notwendig und wird häufig weggelassen. Es kann aber sinnvoll sein, wenn Sie ein Foto hinzufügen und dem Personaler einen schnellen Gesamtüberblick über Ihre Person geben möchten. Darauf ist Platz für grundlegende Informationen wie Ihren ausgeübten Beruf, Ihre Adresse und die Stelle, auf die Sie sich bewerben.

Motivationsschreiben

Motivationsschreiben sind in der Regel freiwillig, ermöglichen es Ihnen aber, sich noch besser zu präsentieren und klarer darzulegen, warum ausgerechnet Sie für den Job geeignet sind. Ein bisschen tun Sie das bereits im Anschreiben.

Dort geht es aber vor allem um ihre beruflichen Qualifikationen und Ihre Erfahrungen. Im Motivationsschreiben können Sie auf Ihren persönlichen Antrieb eingehen und auch Ihre emotionale Seite zeigen.

Erklären Sie gerne, was Sie an dem Beruf so fasziniert und warum. Sie könnten zum Beispiel etwas schreiben wie: „Seit meiner Kindheit arbeite ich gerne mit meinen Händen. Schon als kleiner Junge habe ich Vogelhäuser für unseren Garten und die ganze Nachbarschaft gebaut und gemeinsam mit meinem Großvater einfache Drechselarbeiten erstellt.“

Lebenslauf

Der Lebenslauf nimmt eine besonders wichtige Rolle ein und wird von vielen Personalern als erstes in die Hand genommen. Darin vermerken Sie alle wichtigen schulischen und beruflichen Stationen in Ihrem Leben. Sie geben an, wann und wo Sie Ihren Schulabschluss gemacht haben, welche Ausbildung oder welches Studium Sie abgeschlossen haben und wo Sie vorher bereits gearbeitet haben. Gerne können Sie auch relevante Zusatzqualifikationen nennen. Für Handwerker ist es zum Beispiel häufig wichtig, dass Sie einen Führerschein besitzen, um zu den Kunden vor Ort zu gelangen. Wenn Sie den vorweisen können, geben Sie das ebenfalls im Lebenslauf an.

Anlagen

Mit den Anlagen belegen Sie die Angaben im Lebenslauf. Übertreiben Sie dabei nicht. Sie müssen nicht jede einzelne schulische oder berufliche Station nachweisen. Konzentrieren Sie sich auf aktuelle Arbeitszeugnisse und legen Sie nur Zertifikate bei, die für den Job von Bedeutung sein könnten. Dass Sie einen Heilkräuterschein gemacht haben, wäre für eine Stelle als Fliesenleger zum Beispiel irrelevant.

Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnisse werden von vorherigen Arbeitgebern ausgestellt. Sie haben einen Anspruch darauf! Fordern Sie es also zeitnah ein. Nachdem Sie das getan haben, muss der Arbeitgeber das Zeugnis innerhalb von zwei Wochen ausstellen. Wenn Sie lange in einem Betrieb beschäftigt sind, kann es außerdem sinnvoll sein, gelegentlich ein Zwischenzeugnis einzufordern. Ähnlich wie bei Regelungen zu Kündigungsfristen im Arbeitsvertrag gelten auch beim Arbeitszeugnis klare gesetzliche Vorgaben.

Arbeitsproben

Gerade in handwerklichen Berufen kann es sinnvoll sein, ein Portfolio mit Beispiel-Projekten beizulegen und so zu zeigen, was man alles kann. Vor allem Handwerker, die noch am Beginn Ihrer Karriere stehen und keine Arbeitszeugnisse vorlegen können, haben so die Möglichkeit, aus der Menge der Bewerber herauszustechen. Beispielsweise können Sie Fotos von kleinen Holzarbeiten beilegen oder andere Projekte dokumentieren, die Sie im heimischen Garten oder beim Heimwerken bei Freunden durchgeführt haben.

Referenzen

Sie waren bisher als selbstständiger Handwerker tätig und haben deswegen keine Arbeitszeugnisse? Dann fragen Sie doch ehemalige Auftraggeber, ob Sie diese als Referenz angeben dürfen. Natürlich müssen Sie diejenige Person um Erlaubnis fragen. Wählen Sie unbedingt aktuelle Referenzen.

Empfehlung: Zukunftsfähigen und digitalisierten Betrieb favorisieren

Moderne Handwerksbetriebe arbeiten überwiegend digital mit einer entsprechenden Handwerkersoftware und Handwerker-Apps für Ihre Mitarbeiter. Ist ein Betrieb digital aufgestellt, ist dieser zukunftsfähig aufstestellt und gewährleistet ein effizientes und transparentes Arbeiten. Bewerber im Handwerk achten immer häufiger auf eine moderne Arbeitsweise. Apps zur Zeiterfassung und mobilen Auftragsabwicklung, die mit dem Smartphone oder Tablet bedient werden gehören genauso zum Arbeitsalltag wie die passende Bürosoftware.

Mehr zur Bürosoftware

Bewerbung im Handwerk – Vorlage

Das Anschreiben ist der persönliche Einstieg in Ihre Bewerbung. Hier zeigen Sie, warum Sie gut zu dem Betrieb passen und welche Fähigkeiten Sie besonders auszeichnen. Unsere kostenlose Vorlage hilft Ihnen dabei, eine klare Struktur einzuhalten und Formulierungen zu finden, die überzeugen.

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Bewerbung im Handwerk nach Branchen

Je nachdem, ob Sie sich für eine Stelle als Elektriker, Dachdecker oder Fliesenleger bewerben, gehören unterschiedliche Angaben in Ihr Anschreiben. Es kommt aber auch immer ein bisschen darauf an, wie Ihr persönlicher Werdegang aussieht.

Bewerbungs-Anschreiben für Handwerker

Im Anschreiben können Sie Ihr Interesse für die offene Stelle bekunden. Bleiben Sie dabei klar und präzise, verzichten Sie auf abgedroschene Floskeln und Füllwörter, sondern kommen Sie direkt zum Punkt. Zeigen Sie Ihre Motivation und gehen Sie auf Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse ein, die Sie zu einem geeigneten Kandidaten für die Position machen.

Verfassen Sie für jeden Betrieb ein eigenes Anschreiben und gehen Sie individuell auf dessen Vorzüge ein. Das können Sie tun, indem Sie in einem Satz erwähnen, warum Sie sich ausgerechnet bei diesem Unternehmen beworben haben. Gefällt Ihnen der ökologische Ansatz des Betriebs? Mögen Sie das traditionelle Image des Unternehmens? Interessieren Sie sich für die modernen Technologien, die in der Firma angewendet werden?

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Elektriker

Wenn Sie sich für eine Stelle als Elektriker bewerben, sollten Sie schon im Anschreiben erwähnen, warum Sie dafür qualifiziert sind. Sie können zum Beispiel angeben, wann und in welchem Unternehmen Sie Ihre Ausbildung abgeschlossen und welche Erfahrungen Sie bereits im Berufsleben gemacht haben. Kennen Sie sich besonders gut mit der elektrischen Sanierung von Altbauten aus? Liegen Ihre Stärken in der Installation elektrischer Geräte oder sind Sie Experte für Photovoltaikanlagen? Viele Elektriker nutzen die Berufserfahrung später, um einen eigenen Elektrobetrieb zu gründen oder zu übernehmen – auch das kann in Ihrer Bewerbung als langfristige Perspektive erwähnt werden.

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Dachdecker

Auch wenn Sie sich als Dachdecker bewerben, sollten Sie Ihre Ausbildung im Bewerbungsschreiben nennen und Ihre Fähigkeiten hervorheben. Wie sind Ihre Erfahrungen mit Dachsanierungen und Dacheindeckungen? Haben Sie in der Vergangenheit sowohl an Flach- als auch an Steildächern gearbeitet? Auf welche Materialien sind Sie spezialisiert? All das sind Informationen, die Sie kurz und knackig in Ihrem Anschreiben unterbringen können.

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Fliesenleger

Auf der Suche nach einer Stelle als Fliesenleger können Sie auf Ihre fachlichen Kompetenzen eingehen und diejenigen hervorheben, in denen Sie besonders punkten und die über die normalen Kenntnisse als Fliesenleger hinausgehen. Haben Sie vielleicht schon selbstständig eine kleine Baustelle geleitet? Möglicherweise waren sie auch maßgeblich an der Planung beteiligt oder haben in der Vergangenheit schon Hand in Hand mit anderen Gewerken gearbeitet.

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Anlagenmechaniker

Wie in jedem anderen Handwerksberuf sollten Sie auch bei einer Bewerbung zum Anlagenmechaniker auf Ihre individuellen Stärken und Ihre Erfahrungen im Berufsleben eingehen. Wenn Sie bereits bei der Planung und Umsetzung energieeffizienter Anlagen beteiligt waren, dann erwähnen Sie das gerne in Ihrem Anschreiben.

Das richtige Bewerbungsfoto für Ihre Handwerksbewerbung

Wenn Sie sich für ein Bewerbungsfoto entscheiden, sollten Sie diese Punkte beachten:

  • Entscheiden Sie sich für ein Porträtfoto, auf dem Ihr Gesicht gut erkennbar ist.
  • Am besten lächeln Sie freundlich in die Kamera. Dabei sollten Sie möglichst locker und nicht zu verkrampft aussehen. Am besten machen Sie mehrere Fotos und suchen sich das Beste aus.
  • Schauen Sie direkt in die Kamera und verzichten Sie darauf, eine Abwehrhaltung einzunehmen. Verschränkte Arme sind zum Beispiel unpassend.
  • Ziehen Sie ordentliche Kleidung an. Verzichten Sie aber auf Anzug und Krawatte. Im Handwerk fahren Sie mit einem Hemd oder Polohemd gut.

Tools zur Erstellung einer Bewerbung

Die Erstellung Ihrer Bewerbung können Sie sich durch verschiedene Tools deutlich vereinfachen. Viele davon können in der Basisversion kostenlos genutzt werden. Für die Premium-Variante müssen Sie hingegen Geld hinlegen. Dafür bekommen Sie dann aber auch eine Leistung.

Gestaltungs-Tools

Tools wie Canva, Adobe Express oder Word bieten verschiedene Vorlagen und vereinfachen so die Gestaltung Ihrer Bewerbung deutlich. Das Ergebnis sind hochwertige und optisch ansprechende Lebensläufe und Anschreiben – und dafür müssen Sie kein Grafikdesigner und kein Computer-Profi sein!

Canva

Mit Canva können Sie ohne große Vorkenntnisse schnell und unkompliziert einen professionell aussehenden Lebenslauf erstellen. Das Programm bietet zahlreiche Vorlagen, die passend zum Unternehmen ausgesucht werden können. Darf das Design bunt und verspielt oder doch eher seriös und minimalistisch sein?

Adobe Express

Das Anschreiben können Sie hingegen mit Adobe Express erstellen und dabei besondere Designelemente wie dekorative Rahmen oder besondere Schriftarten nutzen. So heben Sie Ihr Anschreiben optisch vom Einheitsbrei ab. Außerdem können Sie das fertige Anschreiben direkt als PDF herunterladen, sodass es bereit für die Online-Bewerbung ist.

Microsoft Word

Viele Menschen nutzen für ihre Bewerbung Microsoft Word, da sie das Programm ohnehin schon auf dem PC haben. Es eignet sich sowohl für die Erstellung eines Lebenslaufs als auch für das Anschreiben. Praktischerweise gibt es für Word zahlreiche Onlinevorlagen für Lebensläufe. Wer möchte, kann aber auch einfach eine Tabelle verwenden.

Zety

Dieses Tool eignet sich hervorragend zum Erstellen von Lebensläufen. Zety führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess. Anschließend wird der Lebenslauf von dem Programm überprüft. Gegebenenfalls erhalten Sie Verbesserungsvorschläge.

resume.io

Sie brauchen einen Lebenslauf für den englischsprachigen Markt? Dann könnte resume.io das richtige Programm für Sie sein. Dort finden Sie zahlreiche Vorlagen. Allerdings ist die Seite auch komplett auf Englisch. Sie sollten der Sprache also mächtig sein.

KI-Tools nutzen

Bei einer guten Bewerbung kommt es aber natürlich nicht nur auf die optische Gestaltung an. Viel wichtiger ist der Inhalt. Immer mehr Bewerber lassen sich bei der Formulierung ihres Anschreibens von einer KI unter die Arme greifen. Das ist bequem und verkürzt den zeitlichen Aufwand, birgt aber auch so seine Risiken. Auch im Bewerbungsprozess zeigt sich, wie stark KI im Handwerk bereits Einzug hält – von Text-Generatoren bis zu automatisierten Bewerbungsprozessen.

Ein von einer KI verfasstes Schreiben wird nie so persönlich wie eines, das Sie selbst verfasst haben. Außerdem kann es passieren, dass die KI typische Standardfloskeln verwendet. Bei der Nutzung von Chatbots stellt sich zusätzlich die Frage, wie es mit der Datensicherheit aussieht. Es kann nämlich durchaus passieren, dass die eingegebenen Informationen von der KI zu Trainingszwecken verwendet werden.

ChatGPT

ChatGPT ist ein Sprachmodell, das durch Aufforderung in Form einer Texteingabe einen neuen Text generiert. Sie können den Chatbot also dazu bringen, ein Anschreiben und einen Lebenslauf für Sie zu verfassen. Je mehr Informationen Sie ihm geben, desto besser wird das Ergebnis. Sie können ihn sogar dazu auffordern, den Stil anzupassen oder in einer Passage auf das Unternehmen einzugehen, bei dem Sie sich bewerben.

DeepL Write

DeepL Write erstellt zwar keine neuen Texte, hilft Ihnen aber dabei, Ihr Anschreiben zu verfeinern. Der KI-Schreibassistent schlägt Ihnen Verbesserungen vor und merzt Grammatik- und Rechtschreibfehler aus. Wenn Sie also bereits einen Text verfasst haben, diesen aber nur ein wenig optimieren möchten, könnte dieses Tool das Richtige für Sie sein.

Tipp: Personaldaten zentral pflegen

Nach der Bewerbung folgt meist ein ganzer Schwung an zusätzlichen Unterlagen wie Verträge, Nachweise oder Qualifikationen. Damit diese nicht verstreut liegen, lohnt sich eine zentrale Ablage. In STREIT lassen sich Personaldaten und Dokumente übersichtlich verwalten und jederzeit abrufen.

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Bewerbungsarten

Bewerbungen können den Weg zum Empfänger auf verschiedene Arten finden. Der Versand per Post ist nur noch selten üblich, wird aber nach wie vor praktiziert. Außerdem können Sie Bewerbungen per E-Mail verschicken oder sich über ein Bewerbungsformular bewerben.

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Digitaler Versand – Bewerbung per E-Mail

Wenn Sie Ihre Bewerbung per E-Mail verschicken, hängen Sie die Unterlagen einfach als PDF-Datei an. Die E-Mail dient dann als eine Art Briefumschlag. In den Betreff schreiben Sie das Wort „Bewerbung als [Stellenbezeichnung]“. Das Anschreiben für die Bewerbung müssen Sie nicht noch einmal in die E-Mail kopieren. Schreiben Sie darin nur, dass Sie die Bewerbungsunterlagen angehängt haben und verweisen Sie gegebenenfalls auf das ausführliche Anschreiben in der PDF.

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Online-Bewerbungsformular

Manche Arbeitgeber nutzen mittlerweile Formulare, in denen Sie die wichtigsten Informationen zu den Bewerbern bereits abfragen. Füllen Sie das Formular vollständig aus. Gehen Sie dabei sorgfältig vor und vermeiden Sie Rechtschreibfehler. Am Schluss haben Sie meist noch einmal die Möglichkeit, Dokumente anzuhängen. Fast immer wird ein Lebenslauf verlangt.

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Versand per Post

Wenn Sie sich für den altmodischen Versand per Post entscheiden, müssen Sie eine klassische Bewerbungsmappe anlegen. Sie sollte mindestens ein Anschreiben, den Lebenslauf sowie Ihre Anlagen enthalten. Damit Sie die richtige Briefmarke kaufen und das Schreiben auch an seinem Ziel ankommt, gehen Sie am besten persönlich zur Post. Gegebenenfalls ist auch ein Einschreiben sinnvoll. Dann wissen Sie sicher, dass Ihre Unterlagen auch angekommen sind.

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Bewerbung über WhatsApp

Die Bewerbung über WhatsApp kann unterschiedlich ablaufen. Manchmal bekommen Sie als Bewerber den direkten WhatsApp-Kontakt des Verantwortlichen. Sie können dann über den Messenger mit ihm kommunizieren und darüber auch Ihre Bewerbungsunterlagen verschicken. In anderen Fällen schreiben Sie mit einem Chatbot, der Ihnen erste Fragen stellt und Sie anschließend auffordert, Anschreiben und Lebenslauf hochzuladen.

Häufige Fehler

Normalerweise schreibt man nicht regelmäßig Bewerbungen. Häufig liegt ein Abstand von mehreren Jahren dazwischen. Da ist es nur verständlich, wenn Sie nicht alle Regeln kennen und Ihnen der eine oder andere Fehler unterläuft. Damit Sie die typischen Fettnäpfchen vermeiden, haben wir Sie hier für Sie aufgelistet:

  • Fehlende persönliche Anrede: Adressieren Sie das Anschreiben immer an den Verantwortlichen.
  • Fehlender Betreff: Ihr Anschreiben sollte unbedingt einen Betreff enthalten, sodass auf einen Blick erkennbar wird, was Ihr Anliegen ist.
  • Zu viele Floskeln: Natürlich können Sie das Rad nicht neu erfinden. Dennoch sollten Sie versuchen, auf Standardfloskeln zu verzichten oder sie auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn Ihre Bewerbung mit dem Satz „Hiermit bewerbe ich mich…“ beginnt, wird das dem Personaler vermutlich nur ein müdes Gähnen entlocken.
  • Zu allgemein: Auch wenn es viel Arbeit ist, sollten Sie immer ein individuelles Schreiben für jedes Unternehmen verfassen.
  • Konjunktiv: Verzichten Sie möglichst auf Formulierungen im Konjunktiv. Sonst klingt es nachher noch so, als wären Sie sich nicht sicher, ob Sie für die Stelle wirklich geeignet sind.
  • Veraltete Informationen: Verwenden Sie auf keinen Fall alte Unterlagen, sondern aktualisieren Sie Lebenslauf und Anschreiben, sodass alle Informationen auf dem neusten Stand sind. Sonst könnte es zu peinlichen Nachfragen kommen.

Checkliste zur Bewerbung

Bevor Sie Ihre Bewerbung abschicken, sollten Sie noch einmal diese Checkliste abarbeiten:

  • Haben Sie ein Anschreiben verfasst?
  • Liegt ein aktueller Lebenslauf bei?
  • Haben Sie alle relevanten Zeugnisse hinzugefügt?
  • Ist Ihr Bewerbungsfoto aktuell?
  • Haben Sie alle Dokumente noch einmal auf Fehler überprüft?
  • Stimmen der Adressat und die persönliche Anrede?

Nachdem Sie die Bewerbung verschickt haben, können Sie sich bereits erste Gedanken über das Vorstellungsgespräch machen. Dort müssen Sie sich und Ihre Fähigkeiten erneut unter Beweis stellen.

FAQ zur Bewerbung im Handwerk

Im Folgenden haben wir für Sie noch einmal die wichtigsten Fakten zur Bewerbung im Handwerk zusammengefasst:

Gesellen- oder Meisterbrief sind Pflicht, Schulzeugnisse nur bei fehlender Ausbildung. Relevante Weiterbildungszertifikate legen Sie bei, unwichtige Nachweise weglassen. Den Führerschein erwähnen Sie im Lebenslauf, nicht in der Mappe.

Präsentieren Sie ein Portfolio mit Projekten, Fotos oder Arbeitsproben. So zeigen Sie Ihr handwerkliches Können unabhängig von Schulnoten.

Programme wie Canva oder Adobe Express gibt es auch als Free-Version. Wer alle Funktionen nutzen möchte, muss aber zahlen.

Nein, Arbeitszeugnisse genügen meist. Für Selbstständige können Referenzen von Kunden aber eine wertvolle Ergänzung sein.

Ja, wenn er Ihre höchste Qualifikation darstellt. Er ist der wichtigste Nachweis Ihrer Fachkenntnis.

Bewerben Sie sich bei beiden – große Betriebe bieten Strukturen und Karrierechancen, kleine Werkstätten, oft Nähe, Abwechslung und kurze Wege.

Fazit

Wie in jeder Branche kommt es auch im Handwerk bei der Bewerbung darauf an, sich selbst und seine Fähigkeiten im besten Licht zu präsentieren. Dabei spielen eine ansprechende optische Gestaltung, die Einhaltung formeller Regeln und der richtige Inhalt eine wichtige Rolle. Im Handwerk sind vor allem praktische Fähigkeiten von Bedeutung, weswegen Sie im Bewerbungsschreiben gerne in den Vordergrund gerückt werden können. Gehen Sie darauf ein, was Sie besonders gut können und in welchen Bereichen Sie bereits Erfahrungen sammeln konnten. Vergessen Sie nicht, auch Ihre Softskills zu erwähnen. Bei der Erstellung Ihrer Bewerbung können Gestaltungs-Tools und KI helfen. Auch unsere Vorlagen bieten sich an!

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