Welches Elektroauto für Handwerker? – Die besten
Modelle 2026

Weniger Emissionen, wartungsarm und langfristig günstiger – Elektroautos bergen viele Versprechen, die auch im Handwerk immer häufiger auf interessierte Ohren stoßen. Mit einem Fuhrpark aus E-Transportern können Betriebe nachhaltige Mobilität Wirklichkeit werden lassen. Da die Ladekapazitäten in den letzten Jahren gestiegen sind, wird diese Lösung für immer mehr Betriebe greifbar.

Die Top 9 Elektroautos für Handwerker im Vergleich

Mittlerweile gibt es auf dem Markt eine beachtliche Auswahl an Kastenwagen und Transportern mit E-Motor. Viele davon sind auch für den Einsatz in Handwerksbetrieben geeignet, sofern sie entsprechend eingerichtet werden. Wir stellen Ihnen neun Modelle vor und gehen dabei auf die Besonderheiten und die Preise (Stand: März 2026) ein.

Tipp: Führen Sie auch bei einem E-Auto unbedingt ein Fahrtenbuch für Handwerker, sodass Sie private und berufliche Fahrten dem Finanzamt gegenüber nachweisen können.

Ford E-Transit

Die E-Variante des Ford Transit bietet eine Reichweite von bis zu 400 km und eine maximale Brutto-Nutzlast von 1,745 kg3.Das Fahrzeug ist mit einem Heckantrieb und einem 1-Gang-Automatik-Getriebe ausgestattet.

Je nachdem, für welches Modell Sie sich entscheiden, können Sie außerdem ein Laderaumvolumen von bis zu 15,1 m³ nutzen. Der Ford E-Transit ist nämlich in drei verschiedenen Größen erhältlich, sodass Sie ihn passend zu Ihrem Bedarf auswählen können. Erwähnenswert ist auch die DC-Schnellladung, die es Ihnen erlaubt, das Fahrzeug innerhalb von etwa 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufzuladen.

Ein kleines Modell mit Basic-Ausstattung (350 L2) bekommen Sie aktuell zu einem Listenpreis von 60.202,10 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Wenn Sie sich für eine der größeren Ausführungen entscheiden, kann der Preis auf 66.000 oder 70.000 Euro steigen.

Toyota Proace Electric

Der Toyota Proace Electric ist ein kleineres Elektrofahrzeug und somit optimal für das Stadtgebiet geeignet.

Dennoch bietet das E-Auto einen ordentlichen Laderaum und weist in den Varianten City und Meister eine Reichweite von bis zu 457 km auf. Das Fahrzeug besitzt eine stufenlose Automatik und ist wahlweise als 4-Türer oder als 5-Türer sowie mit Doppelkabine erhältlich.

Für die gewerbliche Nutzung stehen die Modelle Toyota Proace Electric Work und Toyota Proace Electric Meister in verschiedenen Varianten zur Verfügung. Für einen 4-türigen Toyota Proace Electric Work werden in der Standardausführung beim Kauf 37.800,35 Euro fällig. Andere Ausstattungsvarianten können mehr kosten.

Fiat E-Ducato

Wenn Sie viel Platz für Ihre Werkzeuge und Arbeitsmaterialien benötigen, ist der Fiat E-Ducato mit seinen 17 m³ Ladevolumen eine hervorragende Wahl. Die Nutzlast liegt bei 1.385 kg​ und die maximale Reichweite bei 537 km (innerstädtisch).

Des Weiteren dürfen Sie sich über eine Schnellladefunktion freuen. In etwa einer Stunde können Sie den Fiat E-Ducato auf bis zu 80 Prozent aufladen. Sie können das Fahrzeug individuell konfigurieren.

Die Preise variieren natürlich je nach Ausstattung. Für das Standard-Fahrgestell ohne Aufbau zahlen Sie dem Fiat-Konfigurator zufolge mit Stand 2026 ab 61.047 Euro. Für einen Kastenwagen fallen hingegen ab 64.260 Euro an.

Fiat E-Scudo

Der Fiat E-Scudo ist ein wenig kleiner als der E-Ducato. Trotzdem bekommen Sie bei diesem Fahrzeug ganze 6,6 m³ an Ladevolumen und eine Nutzlast von 1,4 Tonnen.

Wenn Sie die 75 kWh-Batterie wählen, bietet Ihnen der Fiat E-Scudo außerdem eine maximale Reichweite von bis zu 352 km. Das Fahrzeug ist als reines Fahrgestell, als Kastenwagen, mit Flexkabine oder mit Doppelkabine erhältlich.

Je nachdem, für welche Ausstattungsdetails und für welches Scudo-Modell Sie sich entscheiden, können die Preise unterschiedlich ausfallen. Ein Fiat-E-Scudo mit Doppelkabine und Standardausstattung kostet laut dem Konfigurator von Fiat (Stand 2026) beispielsweise 49.147 Euro.

VW ID. Buzz

Mit dem VW ID. Buzz entscheiden Sie sich für ein Elektroauto, das je nach Variante mit fünf bis sieben Sitzen ausgestattet werden kann. Die maximale Reichweite des kleineren Modells mit kurzem Radstand beträgt 461 bis 423 km.

Der VW ID. Buzz mit langem Radstand schafft unter realistischen Bedingungen etwa 487 bis 453 km. Obendrein verfügt das Fahrzeug über eine Schnellladefunktion, sodass es innerhalb von 30 Minuten von fünf auf 80 Prozent aufgeladen werden kann.

Der ID. Buzz kann mit einem Anhänger ergänzt werden. Dabei darf allerdings eine Anhängelast von 1.000 bis 1.800 kg nicht überschritten werden. Sie können den ID. Buzz in verschiedenen Ausführungen erwerben. Das Einsteigermodell mit dem Namen Freestyle gibt es schon ab 49.997,85 Euro zu kaufen. Für den ID. Buzz Pro mit langem Radstand müssen Sie hingegen mindestens 62.903,40 Euro zahlen.

Citroën Ë-JUMPY

Der Citroën Ë-JUMPY ist beim Händler in zwei Größen erhältlich, die mit einer 75-kWh-Batterie eine Reichweite von bis zu 352 km vorweisen können. Somit sind sie ideal für kürzere Touren in der näheren Umgebung.

Damit der Akku schnell wieder aufgeladen werden kann, hat Citroën den Ë-JUMPY mit einer Schnellladefunktion ausgestattet. Um von 5 auf 80 Prozent zu gelangen, benötigt das Fahrzeug nur etwa 45 Minuten. Das maximale Ladevolumen liegt je nach Modell zwischen 5,3 m³ und 6,3 m³. Den Citroën Ë-JUMPY können Sie ab 38.300 € (zzgl. MwSt.) erwerben. Wenn Sie sich für besondere Ausstattungselemente entscheiden, erhöht sich der Preis entsprechend.

Mercedes-Benz eVito

Der eVito-Kastenwagen von Mercedes-Benz bietet einen großzügigen Laderaum von bis zu 6,6 m³, der individuell gestaltet werden kann. Mit einer Reichweite von bis zu 480 km kann er außerdem auch für längere Routen gut eingesetzt werden.

Der Fahrraum bietet Platz für bis zu drei Personen, was vor allem für Betriebe interessant ist, die oft mit mehreren Handwerkern gleichzeitig auf Tour gehen. Sie können zwischen zwei Längen und zwei Batteriekapazitäten wählen.

Die Preise für den eVito-Kastenwagen von Mercedes-Benz fangen bei 42.738,31 Euro an. Sie können das Fahrzeug selbst konfigurieren und so bei Bedarf Extras gegen einen Aufpreis hinzufügen. So können Sie etwa eine Dachreling ergänzen oder ein Navigationssystem einbauen lassen.

Mercedes-Benz eSprinter

Den Mercedes-Benz eSprinter können Sie in zwei Fahrzeughöhen und zwei Fahrzeuglängen für Ihren Handwerksbetrieb kaufen. Erhältlich ist ein Modell mit 5,9 m und eines mit 7 m Höhe.

Darüber hinaus bietet Ihnen Mercedes-Benz seinen eSprinter mit drei verschiedenen Batterievarianten, sodass auch die Reichweite variiert. Zusätzlich ist eine Anhängelast von bis zu 2.000 kg möglich.

Der eSprinter von Mercedes-Benz kostet ab 44.854,13 Euro.Sie können sich zwischen den Ausstattungslinien BASE, PRO und SELECT entscheiden, zahlen aber je nachdem entsprechend mehr.

Opel Vivaro Electric Cargo

Auch der Vivaro Electric Cargo steht Ihnen in zwei Längen zur Verfügung. Das Elektrofahrzeug kann wahlweise mit unterschiedlicher Ausstattung wie Rückfahrkamera, Audiosystem, Sitzheizung oder sogar einem Lederlenkrad gekauft werden.

Das Fahrzeug punktet mit einer maximalen Ladekapazität von 6,6 m³ und einer maximalen Nutzlast von 1.250 kg. Wie hoch diese Werte tatsächlich sind, hängt davon ab, welches Modell Sie wählen. Die maximale elektrische Reichweite beträgt 350 km.

Sie können den Vivavor Electric Cargo online konfigurieren und Ihre bevorzugte Ausstattung selbst auswählen. Das günstigste Modell ohne Extras liegt aktuell bei einem Kaufpreis von 47.005,00 Euro.

Tipp: Handwerkersoftware mit integrierter
Fuhrparkverwaltung nutzen

Neben der Wahl des passenden Elektrofahrzeugs ist auch die digitale Organisation Ihres Fuhrparks entscheidend. Mit der Handwerkersoftware STREIT planen und verwalten Sie Ihre Fahrzeuge zentral, von Einsatzzeiten und Fahrerzuordnung bis zur Kostenübersicht. So bleiben Ihre Transporter optimal ausgelastet und jederzeit einsatzbereit.

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Vor- und Nachteilen von E-Autos im Handwerk – das können Sie sparen

In dieser Tabelle finden Sie die typischen Vor- und Nachteile, die E-Autos allgemein und spezifisch für den Einsatz im Handwerk mitbringen:

Vorteile Nachteile
Keine lokalen CO₂-Emissionen Energieaufwendige Akku-Produktion
Förderungen und steuerliche Vorteile möglich Hohe Bruttolistenpreise
Steuerliche Vorteile (bis zum 31.12.2035 von der Kfz-Steuer befreit)Ladeinfrastruktur nicht überall ausreichend ausgebaut
Laden mit Strom günstiger als das Betanken mit BenzinLadezeiten dauern länger als klassisches Tanken
Oft günstiger in der Haltung Betrieb muss eigene Ladepunkte schaffen (zusätzliche Kosten)
Wartungsaufwand ist vergleichsweise gering Begrenzte Reichweite (bei langen Strecken problematisch)
Positives Unternehmensimage (umweltbewusste Betriebe kommen bei vielen Kunden gut an)Möglicherweise nur geringe Anhängelast (die Anhängelast reduziert die Akkureichweite)

Wirtschaftlichkeit: Rechnet sich ein E-Auto im Handwerk?

Ob sich ein E-Auto wirtschaftlich rechnet, lässt sich pauschal nicht beantworten, da es dabei auf verschiedene Faktoren wie die Anschaffungskosten, die Antriebskosten und die regelmäßig anfallenden Kosten für Wartung und Pflege ankommt. Auch ein sauber geführtes Fahrtenbuch hilft dabei, die tatsächlichen Kosten und die Nutzung der Fahrzeuge transparent nachzuvollziehen. Um herauszufinden, ob Sie elektrisch günstiger unterwegs sind als mit dem Verbrennungsmotor, müssen Sie also die Gesamtkosten für die zu erwartende Nutzungsdauer berechnen. Eine sorgfältige Kalkulation im Handwerk hilft dabei, alle Kosten realistisch zu bewerten und Investitionsentscheidungen auf eine solide Grundlage zu stellen.

Anschaffungskosten

Im Vergleich zu Benzinern und Dieselfahrzeugen sind Elektroautos häufig teurer. Die Bruttolistenpreise schrecken viele vor der Investition ab. Langfristig gesehen, können zahlreiche Nutzer aber mit einem E-Auto sparen. Das gilt vor allem dann, wenn sie viel und regelmäßig fahren. Wenn Ihnen nur ein geringes Budget zur Verfügung steht, können Sie die Anschaffungskosten aber senken, indem Sie Förderprogramme nutzen. Alternativ ist auch das Leasing möglich.

Antriebskosten

Wie hoch die Antriebskosten für ein E-Auto ausfallen, hängt im Wesentlichen von zwei Punkten ab:

  • Ladeort: Aufladungen an öffentlichen Ladesäulen sind teuer und können schnell so viel kosten wie das Betanken mit Benzin oder Diesel. Eigene Ladesäulen können hingegen mit einem speziellen Autostromtarif oder dem normalen Gewerbestromtarif Ihres Unternehmens geladen werden. Dabei sparen Sie viel Geld.
  • Stromtarif: Je günstiger Ihr Stromtarif ist, desto geringer fallen auch die Antriebskosten für Ihre E-Fahrzeuge aus. Vergessen Sie deswegen nicht, Tarife zu vergleichen. Tun Sie das am besten regelmäßig und sichern Sie sich so das beste Angebot.

Wenn die Fahrzeuge also vornehmlich bei Ihnen auf dem Gelände geladen werden und Sie einen guten Stromtarif ausgehandelt haben, dürfen Sie in der Regel mit deutlich geringeren Antriebskosten als bei einem Benziner oder einem Dieselfahrzeug rechnen. Ein systematisches Controlling im Handwerk unterstützt Sie dabei, diese Kosten dauerhaft im Blick zu behalten, mit Werten wie der Kilometerpauschale zu vergleichen und Einsparpotenziale frühzeitig zu erkennen.

Kosten für Wartung & Pflege

Üblicherweise müssen Sie für die Wartung und Pflege eines E-Autos weniger zahlen als für ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Das liegt vor allem daran, dass E-Autos simpler aufgebaut sind und schlichtweg weniger mechanische Bauteile besitzen, sodass sich die Inspektion unkompliziert gestaltet. Gleichzeitig können diese nicht vorhandenen Bauteile auch nicht verschleißen und müssen nicht ausgewechselt werden. Dazu gehören diese:

  • Kühler
  • Kupplung
  • Auspuffanlage
  • Ölfilter
  • Zündkerzen
  • Zahnriemen 
  • Getriebe

Regelmäßige Inspektionen sollten Sie trotzdem durchführen lassen. Zum Beispiel müssen Sie Reifen, Elektronik, Batterie und Beleuchtung überprüfen lassen. Auch ein Austausch der Bremsflüssigkeit und des Kühlmittels ist notwendig. Dafür kommen natürlich Kosten auf Sie zu. Vergleichen Sie am besten die Angebote verschiedener Werkstätten miteinander. Zusätzlich kann sich die Anschaffung auch wirtschaftlich lohnen, da Elektrofahrzeuge häufig schneller abgeschrieben werden können und sich die Investitionskosten dadurch besser verteilen lassen.

Ladelösungen im Handwerk: Schritt-für-Schritt Anleitung

Damit sich der Umstieg auf Elektrofahrzeuge wirtschaftlich lohnt, sollten Sie unbedingt in eine eigene Ladeinfrastruktur investieren und die Möglichkeit schaffen, die Dienstfahrzeuge auf dem eigenen Betriebsgelände aufzuladen. Damit sparen Sie nicht nur Kosten ein, sondern sichern auch die Versorgung Ihrer Fahrzeuge mit Strom. Die öffentliche Ladeinfrastruktur ist schließlich noch nicht überall genügend ausgebaut. Außerdem können Ladesäulen defekt oder besetzt sein.

Die folgenden Schritte zeigen Ihnen, wie Sie die passende Ladelösung für Ihren Betrieb systematisch planen und umsetzen.

1. Bedarfsanalyse: Wie viele Ladepunkte braucht der Betrieb?

Für einen reibungslosen Betriebsablauf ist es wichtig, dass Sie ausreichend Ladesäulen aufstellen. Zu viele sind hingegen unnötig und erzeugen nur weitere Kosten.

Ermitteln Sie, wie viele Fahrzeuge es in Ihrem Betrieb gibt und wie viele davon gleichzeitig geladen werden müssen. Dabei ist es wichtig zu wissen, wann die Fahrzeuge nach der alltäglichen Route wieder auf dem Betriebsgelände eintreffen. Manche Autos werden möglicherweise gar nicht täglich bewegt und müssen deswegen seltener aufgeladen werden.

Wenn Sie ohnehin schon dabei sind, können Sie auch direkt eine zusätzliche Ladensäule für Kunden einplanen. Schließlich ist davon auszugehen, dass sich die Anzahl an Elektroautos in Zukunft weiter erhöhen wird. Ihre Kunden oder Lieferanten freuen sich bestimmt, wenn Sie auch bei Ihnen laden können.

Stellen Sie zusätzlich unbedingt die Überlegung an, ob Sie Normallade- oder Schnellladepunkte schaffen wollen. Letztere sparen viel Zeit beim Laden, was im stressigen Betriebsalltag durchaus von Vorteil sein kann. Schnellladepunkte sind vor allem dann unverzichtbar, wenn davon auszugehen ist, dass die Fahrzeuge auch tagsüber zwischendurch geladen werden müssen.

2. Passende Ladelösung wählen

Je nach Einsatz im Betrieb kommen unterschiedliche Ladelösungen infrage, die sich vor allem in Ladegeschwindigkeit und Einsatzbereich unterscheiden:

Wallbox
Die gängigste Lösung für Betriebe. Ideal für das Laden über Nacht oder während längerer Standzeiten auf dem Betriebsgelände.

Ladesäule
Ähnlich wie Wallboxen, jedoch oft für mehrere Fahrzeuge gleichzeitig ausgelegt und auch für Kunden oder Mitarbeitende zugänglich.

Schnellladesäule
Deutlich schnellere Ladezeiten, daher besonders geeignet für Zwischenladungen im laufenden Arbeitsalltag oder bei hoher Fahrzeugauslastung.

High Power Charger
Für sehr kurze Ladezeiten, jedoch mit hohen Anforderungen an Netzanschluss und Investitionskosten – eher für größere Fuhrparks relevant.

Übersicht Anbieter für Ladelösungen:

3. Voraussetzungen am Betriebsgelände

Kontrollieren Sie, ob auf Ihrem Betriebsgelände überhaupt ausreichend Platz für die Ladesäulen vorhanden ist. Außerdem müssen weitere Voraussetzungen erfüllt werden:

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Netzanschlussleistung

Prüfen Sie, ob auf Ihrem Betriebsgelände die notwendige Netzanschlussleistung vorhanden ist. Leistungsstarke Schnellladesäulen benötigen deutlich mehr Leistung als einfache Wallboxen, die oft im privaten Umfeld zum Einsatz kommen.

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Genehmigung

Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Stromversorger. Dort müssen Sie die Ladesäulen nicht nur anmelden, sondern müssen sich ab einer Ladeleistung von 11 kWh auch eine Genehmigung einholen. So soll die Netzstabilität gewährleistet werden.

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Absicherung

Sorgen Sie für eine ausreichende Absicherung der Ladestationen. Wenn es zu Fehlern im System kommt, schaltet sie es ab und kann so unter anderem das Risiko von Bränden verhindern.

4. Vergleich von Stromanbietern

Wenn Sie auf Elektromobilität umsatteln, können Sie in Zukunft zwar einiges an Benzinkosten sparen, müssen aber gleichzeitig damit rechnen, dass der Stromverbrauch signifikant steigen wird. Schon ein einziges E-Auto kann sich auf der monatlichen Stromrechnung deutlich bemerkbar machen. Bei mehreren Fahrzeugen ist ein noch höherer Verbrauch zu erwarten.

Ein Vergleich der Stromanbieter kann sich also lohnen. Berücksichtigen Sie dabei insbesondere:

  • Autostromtarife: häufig günstiger als regulärer Strom, jedoch meist mit separatem Zähler verbunden
  • Nachtstromtarife: niedrigere Kosten außerhalb der Spitzenzeiten, ideal für das Laden über Nacht

5. Eigenstrom & Photovoltaik

Nachhaltigkeit im Handwerk zeigt sich nicht nur in einem Umstieg auf Elektroautos. Viele Betriebe ergreifen weitere Maßnahmen und versuchen zumindest teilweise, eigenen Strom zu erzeugen. Eine beliebte Maßnahme ist die Photovoltaik-Anlage. Sie kann beispielsweise auf dem Werkstattdach montiert werden. Der daraus gewonnene Strom lässt sich theoretisch auch in die Ladesäule einspeisen. Da viele Fahrzeuge aber nachts geladen werden, wenn die Sonne nicht scheint, sollten Sie zusätzlich über einen Batteriespeicher für Ihre PV-Anlage nachdenken.

6. Laden auf der Baustelle

Wenn Sie häufiger längere Strecken zu Baustellen zurücklegen, sollten Sie sich frühzeitig Gedanken über geeignete Lademöglichkeiten unterwegs machen. Gegebenenfalls können Sie Ihre E-Fahrzeuge auch laden, wenn Sie gerade auf der Baustelle sind. Dafür steht Ihnen die öffentliche Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Wie gut diese ausgebaut ist, kann von Region zu Region unterschiedlich sein. Prüfen Sie vorher die Preise und planen Sie die Routen entsprechend.

Eine gute Einsatzplanung im Handwerk hilft dabei, Ladepunkte und Baustellen effizient zu koordinieren, Anfahrtskosten zu reduzieren und trägt gleichzeitig zu einer besseren Organisation im Handwerksbetrieb bei. Gerade bei längeren Strecken kann es zudem notwendig sein, unterwegs Ladepausen einzuplanen.

7. Installation durch Fachbetrieb

Die Installation einer Ladesäule sollte ausschließlich durch einen qualifizierten Elektrofachbetrieb erfolgen. So stellen Sie sicher, dass alle technischen Anforderungen sowie Sicherheits- und Netzvorgaben eingehalten werden und die Anlage zuverlässig im Betrieb läuft.

Tipp: Bürosoftware für bessere Planung von Ladezeiten

Mit einer Bürosoftware behalten Sie die Nutzung Ihrer Elektrofahrzeuge jederzeit im Überblick. Die STREIT Software unterstützt Sie dabei, Fahrzeiten, Standzeiten und Einsätze transparent zu dokumentieren und auszuwerten. So erkennen Sie schnell, wann und wo Ladezeiten sinnvoll eingeplant werden sollten. Das erleichtert die Organisation im Alltag und sorgt für mehr Planungssicherheit.

 

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Ausstattung im Elektroauto

Beim Kauf eines E-Fahrzeugs sollten Sie nicht nur auf den Preis und die Reichweite achten. Werfen Sie unbedingt auch einen Blick auf den Laderaum und die Nutzlast.

Laderaum & Nutzlast

Der Laderaum sollte so groß sein, dass Sie ausreichend Platz für Ihre Fahrzeugeinrichtung für Handwerker haben.

Allerdings nützt Ihnen der größte Laderaum nichts, wenn die Nutzlast zu gering ist. Im Vergleich zu Dieselfahrzeugen sind Elektrofahrzeuge deutlich schwerer. Wenn Sie den Laden jetzt noch mit einem Regalsystem ausstatten, wird die Nutzlast weiter reduziert.

Im Hinblick auf die Reichweite ergibt sich ein weiteres Dilemma. Wenn Sie sich mehr Reichweite wünschen, brauchen Sie eine stärkere Batterie. Diese wiegt aber mehr und verringert die Nutzlast des Fahrzeugs so weiter.

Stromversorgung im Fahrzeug

Auch wenn die Batterie an Bord sehr schwer ist, bietet sie neben der Emissionseinsparung weitere Vorteile. So können Sie mit einigen E-Fahrzeugen eine mobile Stromversorgung auf der Baustelle realisieren. Sie sind mit normalen 230-V-Steckdosen ausgestattet, die über die Hochvolt-Batterie an Bord versorgt werden. Sie müssen Ihre Geräte einfach nur einstecken und schon kann es losgehen.

Elektroauto: Förderung und Prämien

Durch verschiedene Förderungen und Prämien sowie steuerliche Vorteile können Sie die tatsächlichen Kosten für die Anschaffung von Elektroautos deutlich senken. Bundesweit stehen Unternehmen mehrere Programme zur Verfügung. Zusätzlich lohnt es sich zu prüfen, ob es in Ihrem Bundesland oder Ihrer Kommune weitere regionale Förderangebote oder Prämien gibt.

Förderung der Ladeinfrastruktur

Der Bau der Ladeinfrastruktur ist mit weiteren Kosten verbunden. Um Unternehmen zu unterstützen, bietet die KfW einen Zuschuss. Allerdings müssen Sie dafür ein paar Voraussetzungen erfüllen. Zum Beispiel dürfen Sie für Ihre Ladestationen ausschließlich Ökostrom verwenden. Darüber hinaus müssen Sie von fachkundigem Personal errichtet werden.

Zu den wichtigsten Fördermöglichkeiten zählen:

Steuerliche Vorteile für Handwerksbetriebe

Unternehmen können bei E-Autos seit dem 25. Juni 2025 im ersten Jahr der Anschaffung ganze 75 Prozent des Kaufpreises steuerlich absetzen. Diese beschleunigte Abschreibung verteilt die restlichen Kosten über mehrere Jahre und sorgt dafür, dass sich die Investition frühzeitig finanziell bemerkbar macht. Üblicherweise erfolgt die Abschreibung über eine Nutzungsdauer von rund sechs Jahren mit gestaffelten Anteilen in den Folgejahren. Zusätzlich gilt für neu zugelassene E-Autos nach wie vor die Befreiung von der Kfz-Steuer – und zwar bis 2035!

Checkliste für den sicheren Umgang mit dem Elektroauto

Wenn Sie vorher noch nie ein Elektroauto besessen haben, kann der Umgang damit erst einmal ein wenig ungewohnt sein. Unsere Tipps sollen Ihnen den Umstieg erleichtern:

Fahrverhalten

E-Autos beschleunigen stärker und können bei Rekuperation merklich abbremsen, sobald der Fuß vom Pedal genommen wird. Gewöhnen Sie sich erst einmal an das Fahrgefühl und fahren Sie in einem ruhigeren Gebiet Probe.

Feuer

Sollte das Fahrzeug in Brand geraten, bleibt Ihnen nicht viel übrig, als die Feuerwehr zu rufen. Die Batterie brennt lichterloh, sodass Sie schnell Abstand zu dem Fahrzeug gewinnen sollten. Überlassen Sie den Fachleuten das Löschen und begeben Sie sich nicht unnötig in Gefahr.

Sicherheit

Elektrisch betriebene Autos sind deutlich leiser als Verbrenner. Das mag erst einmal wie ein Segen erscheinen, ist im Straßenverkehr aber tatsächlich gefährlich. Moderne E-Autos erzeugen ein akustisches Signal, das Fußgänger und Fahrradfahrer warnen soll. Bei älteren Modellen fehlt das oft.

Reichweite

Die maximale Reichweite, die vom Hersteller angegeben wird, entspricht oft nicht der Realität im Alltag. Das liegt daran, dass sich die Reichweite durch zahlreiche Faktoren wie Ihr Fahrverhalten, das Gelände oder die Zuladung verändern kann. Auch wenn Sie im Winter ständig die Heizung anhaben, sinkt die Reichweite merklich.

Laden

Verzichten Sie möglichst auf das Laden an einer normalen Steckdose. Dabei ist das Risiko eines Brandes nämlich besonders hoch. Verwenden Sie außerdem immer das Original-Ladekabel, das auch zum Auto gehört.

Reparatur

Während man bei einem Verbrenner kleinere Defekte selbst reparieren kann, sollten Sie beim Elektroauto tunlichst davon absehen. Die Stromschlaggefahr ist einfach zu hoch.

Standort der Ladestation

Achten Sie darauf, dass Ladestationen sicher platziert sind, z. B. gut beleuchtet und leicht zugänglich. So vermeiden Sie Risiken beim täglichen Einsatz.

Ladezeit berücksichtigen

Im Gegensatz zum Tanken benötigt das Laden eines Elektroautos deutlich mehr Zeit. Planen Sie daher ausreichend Ladezeiten in Ihren Arbeitsalltag ein, insbesondere bei mehreren Einsätzen am Tag.

FAQs zum Elektroauto für Handwerker

Wie lädt man ein Elektroauto?

Elektroautos werden an der normalen Steckdose, an der Wallbox oder an einer Ladesäule geladen. Dafür stecken Sie einfach das Kabel in den dafür vorgesehenen Steckplatz. Bei öffentlichen Ladepunkten müssen Sie außerdem etwas zahlen. Das geht etwa per App oder via Ladekarte.

Wie stark verändert sich die Akkureichweite im Winter?

Bei niedrigen Temperaturen kann sich die Akkureichweite um 10 bis 30 Prozent verringern.

Ist ein E-Transporter wartungsärmer als ein Diesel?

Da in E-Transportern weniger mechanische Bauteile als in Diesel-Fahrzeugen vorzufinden sind, ist die Wartung in der Regel tatsächlich weniger aufwendig. Ganz ohne Inspektionen geht es aber nicht.

Reicht ein normaler Stromanschluss zum Laden des Elektroautos?

Theoretisch können Sie ein elektrisches Handwerkerfahrzeug an einer normalen 230-V-Steckdose aufladen. Das ist aufgrund der erhöhten Brandgefahr bei dieser Dauerbelastung allerdings nur wenig ratsam. Außerdem funktioniert das Aufladen über den normalen Stromanschluss nur sehr langsam.

Ist ein Mischfuhrpark (Diesel + Elektro) sinnvoll?

Je nach individueller Situation kann das sinnvoll sein. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn Sie Ihren Fuhrpark nach und nach umstellen möchten oder wenn Sie ein Fahrzeug mit hoher Reichweite für Außeneinsätze bei besonders weit entfernten Kunden benötigen.

Fazit: Für wen lohnt sich der Umstieg – und für wen nicht?

Für kurze Strecken in Gebieten mit gut ausgebauter Ladeinfrastruktur können elektrische Handwerkerautos eine sinnvolle und vor allem umweltfreundliche Alternative zu Diesel-Fahrzeugen sein. Außerdem sollte es möglich sein, dass Sie eigene Ladestationen auf Ihrem Betriebsgelände errichten und die E-Transporter hauptsächlich selbst aufladen. So sparen Sie langfristig Kosten.

Für Bauunternehmen mit schwerem Anhängerbetrieb oder Handwerksbetriebe, die überregional tätig sind und regelmäßig lange Strecken zurücklegen müssen, ist der komplette E-Fuhrpark bisher noch schwierig zu realisieren. Auch sehr kleine Betriebe mit nur wenigen Angestellten und geringem Jahresumsatz können aufgrund der hohen Anschaffungskosten Probleme bei der Umsetzung bekommen.

Wenn Elektroautos langfristig günstiger werden, die Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut wird und die Reichweiten deutlich erhöht werden, werden E-Transporter vermutlich auch im Handwerk weiter an Bedeutung zunehmen.

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