Kälteschein machen: Voraussetzungen, Anbieter und Kosten 2025
SHK-Techniker, Monteure und Wartungspersonal, die mit Kälteanlagen und Wärmepumpen arbeiten, benötigen laut EU-Verordnung und nationaler Chemikalien-Klimaschutzverordnung eine Zertifizierung – den sogenannten Kälteschein. In einer Schulung erwerben Teilnehmer die erforderlichen theoretischen und praktischen Kenntnisse. Nach bestandener Prüfung und Erhalt des Zertifikats dürfen sie Arbeiten an Kälteanlagen und Wärmepumpen durchführen.

Inhalt
- Was ist ein Kälteschein und wofür braucht man ihn?
- Wer braucht den Kälteschein?
- Gesetzliche Regelungen & Neuerungen bis 2029
- Kälteschein-Kategorien im Überblick
- Anbieterübersicht – hier kann ein Kälteschein erworben werden
- Kosten für einen Kälteschein?
- Voraussetzungen für den Erwerb
- Schulungsablauf bis zum Zertifikat
- Prüfungsfragen
- Fördermöglichkeiten
- FAQs
- Fazit
Was ist ein Kälteschein und wofür braucht man ihn?
Ein Kälteschein ist ein offizieller Nachweis, dass Sie die nötigen Fachkenntnisse für den Umgang mit Kälteanlagen, Klimaanlagen und Wärmepumpen besitzen. Er ist gesetzlich vorgeschrieben und wird benötigt, um solche Anlagen fachgerecht installieren, warten oder reparieren zu dürfen. Ziel ist eine umweltgerechte Handhabung der Kältemittel, eine hohe Energieeffizienz der Anlagen und maximale Sicherheit im Betrieb.
Um den Kälteschein zu erhalten, müssen Sie eine theoretische und praktische Prüfung ablegen. Dabei weisen Sie nach, dass Sie die Anlagen sachgerecht installieren, warten und instand setzen können.
Es gibt vier Kategorien des Kältescheins, die unterschiedliche Befugnisse verleihen:
- Kategorie 1 – der „große Kälteschein“: berechtigt zu allen Arbeiten an Kälte- und Klimaanlagen, auch an großen Anlagen.
- Kategorie 2 – erlaubt Arbeiten an kleineren Anlagen mit begrenztem Kältemittelinhalt.
- Kategorie 3 – berechtigt zu Dichtheitskontrollen ohne Eingriff ins Kältemittelsystem.
- Kategorie 4 – für Einrichtungen mit sehr kleinen Kältemittelmengen.
Wichtig: Wer ohne den passenden Kälteschein an solchen Anlagen arbeitet, riskiert nicht nur Sicherheitsprobleme, sondern auch ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Für selbstständige Handwerker, die künftig an Kälte- oder Wärmepumpenanlagen arbeiten wollen, ist deshalb eine entsprechende SHK-Weiterbildung mit anschließender Prüfung unverzichtbar.

Wer braucht den Kälteschein?
Der Kälteschein ist für alle Personen verpflichtend, die in der Kälte- und Klimatechnik arbeiten. Dazu gehören zum Beispiel die folgenden Berufsgruppen:
- Kältetechniker
- Wärmepumpenmonteure
- SHK-Techniker
- Elektriker
Gesetzliche Regelungen & Neuerungen bis 2029
Dass es sich beim Kälteschein nicht um eine Empfehlung, sondern um eine gesetzliche Pflicht handelt, regelt § 6 ChemKlimaschutzV. Dort ist festgelegt, dass für die Durchführung entsprechender Tätigkeiten ein Unternehmenszertifikat nach der EU-Verordnung 517/2014 erforderlich ist. Diese Verordnung wurde inzwischen durch die EU-F-Gas-Verordnung 2024/573 abgelöst. Ziel ist es, die Emission fluorierter Treibhausgase weiter zu senken.
Eine Zertifizierungspflicht besteht immer dann, wenn Sie:
- an ortsfesten Kälteanlagen, Klimaanlagen oder Wärmepumpen arbeiten,
- ortsfeste Organic-Rankine-Kreisläufe betreiben oder
- mobile Kälteanlagen in Kühllastkraftfahrzeugen und Kühlanhängern warten.
Je nach Kategorie des Kältescheins sind Sie dadurch berechtigt, Dichtheitskontrollen, Wartung und Instandhaltung sowie Installation oder Außerbetriebnahme durchzuführen.
Gültigkeit - Neuerungen bis 2029
Ein erworbener Kälteschein ist grundsätzlich unbegrenzt gültig.
Mit der Einführung der EU-F-Gas-Verordnung 2024/573 ändert sich das jedoch:
- Alle bestehenden Zertifikate müssen bis spätestens März 2029 erneuert werden.
- Für die Verlängerung ist ein Auffrischungskurs notwendig, damit die Zertifikate den neuen Vorgaben entsprechen.
Kälteschein-Kategorien im Überblick
Je nach Kategorie unterscheiden sich die Voraussetzungen, Kosten und erlaubten Tätigkeiten deutlich. Grundsätzlich gilt: Je höher die Kategorie, desto umfangreicher die Befugnisse und desto höher die Kosten. Da die Anforderungen von Anbieter zu Anbieter variieren können, lohnt sich ein Vergleich der Angebote.
| Kategorie | Erlaubte Tätigkeiten | Voraussetzungen | Zielgruppe | Kosten |
| Kategorie 1 (großer Kälteschein) | Arbeiten an Kälteanlagen und Wärmepumpen mit mehr als 3 kg fluorierten Treibhausgasen |
|
| 1.000 bis 3.500 Euro |
| Kategorie 2 (kleiner Kälteschein) | Arbeiten an Kälteanlagen und Wärmepumpen mit höchstens 3 kg fluorierten Treibhausgasen |
|
| 1.000 bis 2.500 Euro |
| Kategorie 3 | Arbeiten an kleinen Kälteanlagen mit weniger als 3 kg Kältemittel |
|
| 500 bis 1.200 Euro |
| Kategorie 4 | Dichtheitskontrollen, Rückgewinnung von Kältemitteln, aber keine Eingriffe in den Kältemittelkreislauf |
|
| 300 bis 600 Euro |
Wenn Sie lediglich R290-Wärmepumpen kontrollieren möchten, benötigen Sie keine besondere Zertifizierung in Form eines Kältescheins. Das gilt aber nur so lange, wie Sie nicht in den Kältekreislauf eingreifen. Für alle anderen Anlagen ist dagegen eine spezielle Wärmepumpenschulung erforderlich.
Achtung: Mit der gesetzlichen Neuerung werden bis März 2029 neue Kategorien eingeführt. Die Kategorien 1 und 2 werden in A1 und A2 umgewandelt. Ferner wird es die Kategorien B, C, D und E geben.
Kleiner und großer Kälteschein
Im Alltag ist häufig vom kleinen und großen Kälteschein die Rede, das ist der Unterschied zwischen den Beiden:
- Kleiner Kälteschein = Kategorie 2 → berechtigt zu Arbeiten an Kälteanlagen und Wärmepumpen bis 3 kg fluorierte Treibhausgase.
- Großer Kälteschein = Kategorie 1 → erlaubt sämtliche Arbeiten an Anlagen mit mehr als 3 kg fluorierten Treibhausgasen (Installation, Wartung, Instandhaltung, Außerbetriebnahme).
Die Kategorien 3 und 4 fallen nicht unter diese umgangssprachliche Unterscheidung.
Empfehlung: Betrieb inkl. Wartung mit Software verwalten
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Anbieterübersicht – hier kann ein Kälteschein erworben werden
Sie können den Kälteschein bei zahlreichen Anbietern erhalten. Wir haben ein paar davon für Sie aufgelistet:
| Anbieter | Kategorien | Ort | Dauer | Kosten | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| DEKRA Akademie | 1, 2 | Minden | 17 Veranstaltungen | 1.590 € netto | Präsenzveranstaltung |
| TÜV Rheinland | 1, 2, 3, 4 | verschiedene Standorte | abhängig von Kategorie (z. B. 40 UE für Kat. 1) | variabel | Zertifizierung je nach Kategorie |
| Handwerkskammern | A1 (großer Kälteschein) | regional | 40 UE à 45 Min | 1.599 € | Schwerpunkt Praxis & Prüfung |
| IHK (regional) | je nach Standort | regional | variabel | variabel | abhängig von zuständiger IHK |
| SHK-Innung Köln | 1 | Köln | 40 Stunden (werktags 8:00–16:00) | 1.190 € (Mitglieder: 950 €) | Innungsangebot, feste Tageszeiten |
| Akademie Zunft | A1 | — | variabel | auf Anfrage | Private Akademie, Termine online |
| Rothenberger | A1 | Online + Präsenz | 5 Tage (2× online, 3× vor Ort) | 2.099,95 € netto | Zertifikat gültig > 2029 |
| Grundig Akademie | 1 | Nürnberg | 4 Tage | 2.150 € | Präsenzkurs |
| Testo Akademie | A1, A2 | Titisee-Neustadt, Lünen | 3-5 Tage | 1.500 - 2.300 € | Pflichtprüfung (Theorie & Praxis); Berufserfahrung im SHK-/Elektro-Handwerk erforderlich |
Kälteschein-Anbieter nach Region
Da Sie in der Regel persönlich vor Ort anwesend sein müssen, ist es sinnvoll, gezielt nach Anbietern in Ihrer Region zu suchen. Die zuständige Handwerkskammer oder die SHK-Innungen sind deswegen immer gute Ansprechpartner. Sie können aber natürlich auch online nach einem Anbieter in Ihrer Umgebung suchen. Der Kälteschein ist bundesweit gültig, unabhängig davon, wo Sie den Kurs besucht haben. Allerdings sollte das Dokument von einer anerkannten Stelle ausgestellt worden sein.
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Effizient, praxisnah und abgestimmt auf die Anforderungen im SHK- und Kältehandwerk.
Kosten für einen Kälteschein?
Der Erwerb eines Kältescheins ist nicht nur mit zeitlichem Aufwand, sondern auch mit Kosten verbunden. Die Preisrange ist allerdings relativ groß. Es kommt nicht nur auf den ausgewählten Anbieter, sondern auch auf die jeweilige Kategorie an.
Kostenübersicht nach Kategorien:
- Kategorie 1: ca. 1.000 – 3.500 €
- Kategorie 2: ca. 1.000 – 2.500 €
- Kategorie 3: ca. 300 – 1.200 €
- Kategorie 4: ca. 300 – 1.200 €
Die Unterschiede sind also groß. Deswegen lohnt es sich, die Preise gründlich zu vergleichen. Nehmen Sie nicht direkt den erstbesten Anbieter, sondern schauen Sie sich verschiedene Angebote an und achten Sie darauf, welche Leistungen jeweils in den Kosten inbegriffen sind.
Voraussetzungen für den Erwerb
Welche Voraussetzungen für den Erwerb des Kältescheins notwendig sind, hängt vom jeweiligen Anbieter der Schulung ab, sodass es Variationen gibt. Meist sind die Anforderungen an die Schulungsteilnehmer aber sehr ähnlich und können etwa so aussehen:
- Kälteschein der Kategorie 1: Üblicherweise wird eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem technischen Beruf vorausgesetzt. Eine erfolgreiche Gesellen- oder Meisterprüfung im SHK- oder Elektro-Handwerk kann den Zugang zum Kurs ermöglichen. Zusätzlich wird häufig eine zweijährige Berufserfahrung im entsprechenden Handwerk gefordert.
- Kälteschein der Kategorie 2: Für den kleinen Kälteschein gelten häufig ähnliche Zugangsvoraussetzungen wie für die Kategorie 1. Allerdings kann es durchaus möglich sein, dass Sie einen Anbieter finden, bei dem Sie den Kälteschein der Kategorie 2 auch ohne Ausbildung erhalten.
- Kältescheine der Kategorie 3 und 4: Diese Scheine können Sie bei vielen Anbietern auch ohne abgeschlossene Ausbildung erwerben. Allerdings müssen Sie in der Regel Fachwissen im Bereich der Kältetechnik vorweisen können. Grundkenntnisse sollten aber genügen.
Auch Quereinsteiger können den Kälteschein bekommen. Dafür müssen Sie in der Regel einen Kurs besuchen und anschließend die Prüfung ablegen. Voraussetzung ist aber auch hier, dass Sie eine abgeschlossene Ausbildung in einem anderen Handwerk oder in einem technischen Beruf vorweisen können.
Tipp: Wiederkehrende Aufgaben systematisch abarbeiten
Bei regelmäßigen Wartungen oder Sichtkontrollen helfen standardisierte Abläufe, nichts zu vergessen. Klar strukturierte Checklisten sorgen dafür, dass auch bei wechselndem Personal oder hoher Auslastung alle Arbeitsschritte eingehalten werden. In STREIT können solche Checklisten individuell hinterlegt und direkt mit den jeweiligen Aufträgen verknüpft werden – digital und nachvollziehbar.
Schulungsablauf bis zum Zertifikat
Damit Sie am Ende das Zertifikat in den Händen halten, müssen Sie zunächst an einer Schulung teilnehmen und einen praktischen sowie einen theoretischen Teil absolvieren. Anschließend wird dann eine Prüfung abgelegt. Wenn Sie diese bestehen, wird Ihnen der Kälteschein ausgestellt.
Inhalte
Die Inhalte der Schulung variieren je nach Kategorie. Wenn Sie einen Sachkundenachweis gemäß ChemKlimaschutzV der Kategorie 1 anstreben, müssen Sie mit diesen Inhalten rechnen:
- Einführung in die Grundlagen der Thermodynamik
- Auswirkungen von Kältemitteln auf die Umwelt
- Umweltverträglicher Umgang mit Kältemitteln
- Geltende Gesetze, Verordnungen und Vorschriften
- Fachgerechter Umgang mit Kältemitteln und Kältemaschinenölen
- Dichtheitskontrollen und Leckprüfungen an Kälteanlagen
- Montage, Inbetriebnahme und Wartung von Kälteanlagen
- Messen und Einstellen von Kälteanlagen
- Dokumentationspflichten und Kennzeichnungspflichten
Kälteschein online machen?
Sie können den Kälteschein leider nicht vollständig online absolvieren. Der theoretische Teil kann bei manchen Anbietern online stattfinden. Die praktischen Fähigkeiten erlernen Sie aber vor Ort. Deswegen ist es von Vorteil, wenn Sie sich einen Anbieter in der Nähe suchen. Da die Kurse aber meist nur wenige Tage dauern, kann es sich manchmal auch lohnen, ein paar Kilometer zu fahren, wenn die Preise andernorts deutlich günstiger sind.
Prüfungsfragen
Die Prüfungen für den Kälteschein bestehen in der Regel aus einem theoretischen Teil und einem praktischen Teil. Der Theorieteil ist häufig als Multiple-Choice-Test aufgebaut, kann aber auch offene Fragen enthalten, bei denen Sie Antworten frei formulieren müssen. Im Praxisteil lösen Sie konkrete Aufgaben an Schulungsanlagen oder im Labor.
Beispielfragen Kategorie 1 (alle Arbeiten an Kälte- und Wärmepumpenanlagen, ohne Einschränkung der Kältemittelfüllmenge)
- Erläutern Sie den Unterschied zwischen GWP (Global Warming Potential) und ODP (Ozone Depletion Potential) und nennen Sie je ein Beispielkältemittel.
- Beschreiben Sie Schritt für Schritt, wie eine Rückgewinnung von Kältemitteln fachgerecht durchgeführt wird.
Beispielfragen Kategorie 2 (Arbeiten an Anlagen mit weniger als 3 kg fluorierten Treibhausgasen, bei hermetisch geschlossenen Anlagen < 6 kg)
- Welche Werkzeuge sind für eine fachgerechte Dichtheitsprüfung erforderlich, und wie setzen Sie diese ein?
- Nennen Sie drei typische Anzeichen für eine Leckage im Kältemittelkreislauf und erklären Sie, wie diese festgestellt werden.
Beispielfragen „Großer Kälteschein“ (uneingeschränkte Tätigkeit an allen Kälte- und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen inkl. komplexer Systeme)
- Erklären Sie den vollständigen Thermodynamikprozess einer Kompressionskälteanlage und geben Sie an, an welcher Stelle welche Drücke und Temperaturen herrschen.
- Analysieren Sie folgenden Störungsfall: Eine Anlage mit R-410A hat nach einer Wartung einen erhöhten Stromverbrauch und eine geringere Kälteleistung. Beschreiben Sie mögliche Ursachen und das Vorgehen zur Behebung.
Vorbereitungstips
Nachdem Sie nun wissen, welche Themen und Frageformate in der Prüfung vorkommen können, sollten Sie gezielt und strukturiert lernen. Wiederholen Sie den im Kurs vermittelten Stoff selbstständig und nutzen Sie die Kursmaterialien intensiv. Schreiben Sie während der Schulung mit, üben Sie an Schulungsanlagen und vertiefen Sie Ihre praktischen Fähigkeiten, bis Ihnen die Abläufe sicher gelingen. Auch Simulationstools können hilfreich sein. Ein realistischer Lernplan mit festen Zeiten und Pufferphasen sorgt dafür, dass Sie kontinuierlich vorankommen, ohne sich zu überfordern.

Fördermöglichkeiten
Die Kosten für den Kälteschein können für manchen Handwerker zu hoch sein. Deswegen ist es immer empfehlenswert, sich nach Fördermöglichkeiten umzuschauen. Eine Option wäre zum Beispiel der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit. Er soll dabei helfen, die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern und Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Ob er auch für einen Kälteschein ausgestellt wird, sollten Sie individuell bei der Agentur für Arbeit nachfragen. Im Gespräch wird dann geklärt, ob Sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen. Der Bildungsgutschein wird übrigens nicht nur dann gewährt, wenn Sie bereits arbeitslos sind, sondern auch dann, wenn durch die Weiterbildung eine drohende Arbeitslosigkeit abgewendet werden kann. Informieren Sie sich außerdem, ob es regionale Förderprogramme für Weiterbildungen gibt. Solche Programme sind eine wichtige Förderung für Handwerker, die ihre Qualifikation ausbauen möchten.
FAQs zum Kälteschein
Im Folgenden haben wir für Sie noch einmal die wichtigsten Fakten zum Kälteschein zusammengefasst:
Kann jeder einen Kälteschein machen?
Je nachdem, welche Kategorie Sie anstreben, müssen Sie verschiedene Voraussetzungen erfüllen, sodass nicht jeder einfach so einen Kälteschein machen kann. Für die Kategorien 1 und 2 werden beispielsweise häufig einschlägige Berufserfahrung sowie eine abgeschlossene Ausbildung in einem technischen Beruf erwartet. Eine Meisterpflicht besteht jedoch in der Regel nicht. Fragen Sie am besten direkt beim Anbieter des Kurses nach und finden Sie so heraus, ob Sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen.
Wie lange ist der Kälteschein gültig?
Üblicherweise sind Kältescheine unbegrenzt gültig. Das kann sich aber mit der Novellierung der Chemikalien-Klimaschutzverordnung sowie mit der Einführung neuer EU-Verordnungen ändern. Deswegen sollten Sie immer auf dem Laufenden bleiben. Bedenken Sie außerdem, dass Sie alte Kältescheine bis 2029 erneuern und dafür an einem Auffrischungskurs teilnehmen müssen.
Was ist der Unterschied zwischen Kategorie 1 und dem großen Kälteschein?
Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Kälteschein der Kategorie 1 und dem großen Kälteschein. Beide Bezeichnungen meinen das Gleiche, während es sich beim Kälteschein der Kategorie 2 um den kleinen Kälteschein handelt.
Muss ich den Kälteschein regelmäßig erneuern?
Kältescheine sind erst einmal unbegrenzt gültig. Allerdings müssen Sie Ihren Kälteschein bis März 2029 auffrischen.
Fazit
Für SHK-Betriebe, Elektriker und andere Unternehmen, die mit Kältetechnik arbeiten, ist ein Sachkundenachweis gemäß Chemikalien-Klimaschutzverordnung Pflicht. Nur damit dürfen Arbeiten an Kälteanlagen und Wärmepumpen durchgeführt werden.
Welche Tätigkeiten erlaubt sind, hängt von der Kategorie des Kältescheins ab. Je nach Anbieter und Kategorie benötigen Sie in der Regel eine abgeschlossene technische Berufsausbildung, einschlägige Berufserfahrung, die Teilnahme an einem Kurs sowie das Bestehen der Prüfung.
Unternehmer sind verpflichtet, sicherzustellen, dass sie selbst oder ihre Mitarbeiter über die notwendige Zertifizierung verfügen und alle rechtlichen Vorgaben einhalten. Denken Sie daran: Bis März 2029 müssen bestehende Kältescheine aufgefrischt werden, da neue Kategorien eingeführt werden. So bleiben Sie rechtlich abgesichert und arbeiten weiterhin sicher und umweltgerecht.
