Wie unterscheidet sich die Kalkulation im SHK von anderen Gewerken?
Im SHK-Handwerk ist der Materialanteil oft besonders hoch. Gleichzeitig spielen Kundendienst, Bestandssanierungen, Montagezeiten und Schnittstellen zu anderen Gewerken eine große Rolle. Dadurch ist die Kalkulation stärker von Preisänderungen, Koordinationsaufwand und unklaren Baustellensituationen geprägt.
Wie vermeidet man Verluste trotz voller Auftragsbücher?
Volle Auftragsbücher garantieren keinen Gewinn. Verluste vermeiden Sie nur, wenn Stundenverrechnungssatz, Materialaufschläge, Gemeinkosten und Nachkalkulation zusammenpassen. Wichtig sind außerdem realistische Zeiten, klare Angebote und die Bereitschaft, unwirtschaftliche Preise nicht dauerhaft mitzugehen.
Welche typischen Fehler passieren bei der SHK-Kalkulation?
Zu den häufigsten Fehlern zählen zu knapp angesetzte Montagezeiten, veraltete Einkaufspreise und nicht berücksichtigte Gemeinkosten. Auch fehlende Zuschläge für Risiko und Gewinn sowie eine ausbleibende Nachkalkulation wirken sich negativ aus. Unklare Schnittstellen im Angebot führen zusätzlich oft zu Mehrkosten.
Wie kalkuliert man eine Heizung im SHK-Handwerk?
Die Kalkulation beginnt mit der technischen Auslegung und einer vollständigen Materialliste. Danach folgen Montagezeiten, Nebenleistungen, Fremdgewerke, Inbetriebnahme, Dokumentation und Zuschläge. Erst aus allen Bestandteilen zusammen entsteht ein belastbarer Angebotspreis. Gerade bei Wärmepumpen und Modernisierungen im Bestand ist eine detaillierte Leistungsabgrenzung wichtig.
Wie viel Gewinn ist im SHK-Handwerk normal?
Eine pauschale Zahl gibt es nicht, weil Betriebsgröße, Spezialisierung, Auslastung und Risiko stark variieren. Wichtig ist weniger ein starres Prozentziel als eine saubere Kalkulation, die Fixkosten deckt, Investitionen ermöglicht und unternehmerisches Risiko abbildet. Gewinn muss bewusst eingeplant werden und darf nicht erst am Ende übrig bleiben.