Unterverteilung Konfigurator - Anbietervergleich

Eine Unterverteilung zu planen kostet Zeit. Sie müssen Reihen zählen, Teilungseinheiten aufteilen, Reserve einplanen und die Stückliste tippen. Ein Unterverteilung Konfigurator nimmt Ihnen diese Rechnerei ab und liefert Ihnen am Ende eine belastbare Materialliste, oft sogar den fertig verdrahteten Verteiler.

Unterverteilung Konfigurator – Die Top Anbieter

Bei den Anbietern gibt es zwei Lager. Die Hersteller ABB und Hager stellen kostenlose Planungswerkzeuge bereit, mit denen Sie Ihren Verteiler am Bildschirm aufbauen, prüfen lassen und als Stückliste exportieren. Bestellen und bauen müssen Sie danach selbst. Die Shop-Konfiguratoren von Zaehlerschrank24, MeinZählerschrank.de und Sicherungskasten24 gehen einen Schritt weiter: Dort verlässt der Verteiler das Werk fertig bestückt, verdrahtet und geprüft.

Welcher Weg für Ihren Betrieb passt, hängt an Ihrer Auslastung. Wer Monteure knapp hat, kauft Werkstattzeit ein. Wer eigene Leute in der Vorfertigung hat, plant lieber selbst und behält die Marge im Haus. Rechnen Sie beides einmal gegen Ihren Stundenverrechnungssatz für Elektriker und Sie sehen schnell, welche Variante besser geeignet ist.

Zaehlerschrank24

Der Konfigurator von Zaehlerschrank24 führt Sie in wenigen Minuten durch den kompletten Verteiler. Sie wählen Montageart, Hauptschalter, Vorsicherungen, Überspannungsschutz, Reihenklemmen und die gewünschte Platzreserve zwischen 0 und 500 Prozent. Verbaut werden Komponenten von Hager, Dehn, WAGO, Orno und Loxone. Praktisch ist die Wahlfreiheit am Ende. Sie bestellen entweder nur das Material oder lassen den Verteiler vormontieren und verdrahten.

Vorteile:

  • Sehr große Auswahl an Komponenten und Montagearten (Aufputz, Unterputz, Hohlwand, Feuchtraum)
  • Platzreserve frei einstellbar, damit spätere Erweiterungen kein Problem werden
  • Verdrahtung optional zubuchbar, die interne Leitungsdimensionierung erfolgt leistungsabhängig von 2,5 bis 10 mm²
  • Smart-Home-Komponenten wie Loxone direkt mit im Konfigurator

Nachteile:

  • Die Verdrahtung verlängert die Lieferzeit um 3 bis 5 Werktage
  • Die große Auswahl erfordert Fachwissen, für Laien wird die Konfiguration schnell unübersichtlich

ABB

Mit ABB Easy Pro planen Sie Verteiler und Reiheneinbaugeräte direkt im Browser. Sie ziehen Leitungsschutzschalter, Fehlerstromschutzschalter und Messgeräte per Drag-and-drop in die Reihen, das Tool prüft im Hintergrund mit und weist auf Fehler hin. Heraus kommen Stromlaufplan, Stückliste und eine normgerechte Dokumentation.

Vorteile:

  • Kostenlos nutzbar, ohne Installation und ohne Registrierung
  • Automatische Plausibilitätsprüfung während der Planung
  • Stückliste als Excel- oder PDF-Datei, Übergabe an den Großhandel über die Schnittstelle Elbridge 2.0
  • Dokumentation und Stromlaufplan entstehen direkt mit

Nachteile:

  • Beschränkt auf das ABB-Sortiment, Fremdfabrikate lassen sich nicht einplanen
  • Sie erhalten eine Planung, keinen fertigen Verteiler, Beschaffung und Aufbau bleiben bei Ihnen

MeinZählerschrank.de

Hinter MeinZählerschrank.de steht die Seidel Elektrotechnik GmbH aus Bielefeld, ein beim Netzbetreiber eingetragener Fachbetrieb. Sie konfigurieren online oder laden Ihre eigene Planung als Datei hoch und erhalten dazu ein Angebot. Geliefert wird fertig verdrahtet, beschriftet und mit Schaltplan. Verbaut werden Komponenten von Hager, Berker und Elcom, die Klemmen kommen von Phoenix Contact.

Vorteile:

  • Planung nach den Technischen Anschlussbedingungen des jeweiligen Netzbetreibers
  • Upload eigener Pläne, wenn der Konfigurator an Grenzen stößt
  • Schrank kommt anschlussfertig, vor Ort bleiben Aufhängen, Anschließen und Inbetriebnahme
  • Beschriftung und Schaltplan sind im Lieferumfang enthalten

Nachteile:

  • Kostenfreie Lieferung nur im Umkreis von 100 Kilometern
  • Schwerpunkt liegt auf Zählerschränken, reine Unterverteilungen sind der kleinere Teil des Angebots

Hager

ZPlan von Hager ist der Spezialist unter den Werkzeugen. Die browserbasierte Software erkennt anhand Ihres Standorts den zuständigen Netzbetreiber und plant nach der dort gültigen TAB. Die Zeichnung baut sich beim Konfigurieren live mit auf, daneben wächst die Stückliste. ZPlan erkennt außerdem, ob sich Ihre Planung als Komplettschrank umsetzen lässt, und schlägt passende Varianten vor.

Vorteile:

  • Automatische Berücksichtigung der TAB des regionalen Netzbetreibers
  • Zeichnung und Stückliste entstehen parallel und bleiben immer synchron
  • Bestellung direkt über Elbridge an den Elektrogroßhandel
  • Schnittstelle zu Hager Ready für die weitere Projektbearbeitung

Nachteile:

  • Ausgelegt auf Zählerplätze und Wandleranlagen, für eine einfache Unterverteilung ist das Werkzeug überdimensioniert
  • Herstellergebunden an das Hager-Sortiment

Sicherungskasten24

Bei Sicherungskasten24 steht die Geschwindigkeit im Vordergrund. Der Konfigurator zeigt den Preis in Echtzeit, während Sie Reihen und Komponenten anpassen. Er ist nach etwa fünf Minuten durch. Gefertigt wird mit Komponenten von Hager und Gewiss, Spezialteile kommen unter anderem von Eltako. Jeder Verteiler durchläuft vor dem Versand eine Prüfung mit Schutzleitermessung, Sichtprüfung und Drehmomentkontrolle.

Vorteile:

  • Preis ist während der Konfiguration jederzeit sichtbar, das erleichtert die Angebotsrechnung
  • Lieferung fertig montiert, verdrahtet und geprüft in 2 bis 5 Werktagen
  • Alle gängigen Montagearten inklusive Feuchtraum und Hohlwand
  • Fertigung in Deutschland mit dokumentierter Qualitätsprüfung

Nachteile:

  • Zugeschnitten auf Einfamilienhäuser, Werkstätten und Nebengebäude, für große Gewerbeobjekte zu klein gedacht
  • Kleinere Komponentenauswahl als bei Zaehlerschrank24

Die Anbieter im Überblick

Die folgende Tabelle fasst zusammen, worin sich die fünf Werkzeuge unterscheiden:

AnbieterArtErgebnisHerstellerbindungBesonderheit
Zaehlerschrank24Shop-KonfiguratorMaterial oder fertig verdrahteter VerteilerMehrere MarkenPlatzreserve bis 500 Prozent frei wählbar
ABB Easy ProPlanungstoolStromlaufplan, Stückliste, DokumentationABBKostenlos und ohne Registrierung nutzbar
MeinZählerschrank.deShop-KonfiguratorFertig verdrahteter Schrank mit SchaltplanHager, Berker, ElcomUpload eigener Planungen möglich
Hager ZPlanPlanungstoolZeichnung und StücklisteHagerPlant automatisch nach der TAB des Netzbetreibers
Sicherungskasten24Shop-KonfiguratorFertig verdrahteter und geprüfter VerteilerHager, Gewiss, EltakoPreis in Echtzeit während der Konfiguration

Für die Auswahl helfen drei Fragen:

  1. Arbeiten Sie überwiegend mit einem Hersteller oder gemischt?
  2. Haben Sie Kapazität für die eigene Vorfertigung?
  3. Brauchen Sie die Dokumentation aus dem Tool oder erzeugen Sie sie ohnehin in Ihrer Bürosoftware?

Bauen Sie regelmäßig Verteiler, dann fahren Sie mit einem Herstellertool plus eigener Werkstatt günstiger. Müssen Sie dagegen Auftragsspitzen abfedern, dann kaufen Sie am besten die fertige Baugruppe zu.

Empfehlung: Elektro Handwerkersoftware zur Unterstützung Ihrer kaufmännischen Prozesse

Ein Unterverteilung Konfigurator erleichtert die technische Planung und erstellt häufig direkt eine passende Material- oder Stückliste. Zusätzlicher Aufwand entsteht, wenn diese Informationen anschließend manuell in Angebot, Auftrag und Rechnung übertragen werden müssen. Eine kaufmännische Software wie STREIT hilft dabei, diese Prozesse zentral zu bündeln und die weitere Auftragsabwicklung strukturiert fortzuführen.

Mehr zur Elektro Handwerkersoftware

Unterverteilung richtig planen: Sicherheit, Übersicht und Effizienz

Eine Unterverteilung teilt den Strom aus der Hauptleitung gezielt auf die einzelnen Stromkreise auf. Statt alles über einen zentralen Punkt zu führen, sitzt die Verteilung dort, wo der Strom gebraucht wird. Das kann im Obergeschoss genauso sein wie in der Werkstatt oder in der Garage. Das verkürzt die Leitungswege, senkt den Spannungsfall und macht die Anlage im Fehlerfall beherrschbar.

Fehlt diese Aufteilung, hängen zu viele Verbraucher an einem Stromkreis. Die Folgen kennen Sie aus der Praxis:

  • Der Automat fällt bei jedem Anlaufstrom
  • Die Leitung erwärmt sich dauerhaft an der Grenze
  • Bei einer Störung liegt gleich das halbe Gebäude im Dunkeln

Kritisch wird es, wenn Fehlerströme nicht sauber erfasst werden. Dann fehlt der Personenschutz genau dort, wo Laien mit Geräten hantieren.

Der zweite Treiber ist die Nachrüstung. Wallbox, Wärmepumpe und Batteriespeicher haben den Leistungsbedarf im Wohngebäude spürbar verschoben. Wenn der Kollege aus dem Heizungsbau die Wärmepumpe setzt und der Dachdecker die PV-Module montiert, muss Ihre Verteilung diese Lasten aufnehmen und die Steuerung nach § 14a EnWG unterbringen. Für steuerbare Verbrauchseinrichtungen über 4,2 Kilowatt, die seit dem 1. Januar 2024 angemeldet wurden, braucht es Platz für Steuerbox und Schütz.

Am Anfang jeder Planung steht die Aufteilung der Stromkreise. Licht und Steckdosen laufen getrennt, große Verbraucher wie Herd, Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler bekommen einen eigenen Kreis. Wallbox und Wärmepumpe werden ohnehin separat geführt. Aus dieser Liste ergibt sich die Zahl der Leitungsschutzschalter, daraus die benötigten Teilungseinheiten und daraus die Reihenzahl des Gehäuses. Halten Sie diese Reihenfolge ein, dann landen Sie selten bei einem zu kleinen Verteiler.

Genau hier hilft ein Konfigurator. Er zwingt Sie, jede Position vorab festzulegen, rechnet die Teilungseinheiten mit und zeigt sofort, ob die geplante Reserve noch reicht. Fehler fallen dann schon vorher am Bildschirm auf und nicht erst auf der Baustelle.

Die wichtigsten Funktionen einer Unterverteilung

Die wichtigsten Funktionen einer Unterverteilung

Eine Unterverteilung erfüllt vier Kernaufgaben:

  • Stromkreise aufteilen: Beleuchtung, Steckdosen, Herd, Wallbox und Wärmepumpe laufen getrennt. Fällt ein Kreis aus, arbeitet der Rest weiter.
  • Leitungen absichern: Leitungsschutzschalter trennen bei Überlast und Kurzschluss, bevor die Leitung thermisch Schaden nimmt.
  • Personen schützen: Fehlerstromschutzschalter erkennen Fehlerströme und schalten ab, wenn Strom über den menschlichen Körper abfließt.
  • Übersicht schaffen: Beschriftete Stromkreise und ein Verteilerplan sparen bei jeder späteren Wartung Suchzeit.

Dazu kommt die Rolle als Schnittstelle. In der Unterverteilung sitzen Überspannungsschutz, Zeitschaltuhren, Schütze und die Ansteuerung für steuerbare Verbraucher. Sie ist der Punkt, an dem die Anlage später erweitert wird, deshalb entscheidet die Planung von heute über den Aufwand in fünf Jahren.

Aufbau einer Unterverteilung: Die wichtigsten Bauteile

Der Aufbau folgt einem festen Raster. Die Hutschiene nach DIN 43880 trägt alle Komponenten, eine Teilungseinheit misst 18 Millimeter Breite, pro Reihe finden 12 Teilungseinheiten Platz. Ein vierreihiger Verteiler bietet damit 48 Teilungseinheiten. Der vertikale Abstand zwischen den Hutschienen beträgt 150 Millimeter und lässt sich in Schritten von 25 Millimetern erweitern.

  • Verteilergehäuse: Nimmt alle Komponenten auf und schützt vor Berührung, Staub und Feuchtigkeit. Erhältlich als Aufputz-, Unterputz-, Hohlwand- und Feuchtraumvariante.
  • Hutschiene: Genormte Tragschiene, auf die sämtliche Reiheneinbaugeräte aufgerastet werden.
  • Hauptschalter: Trennt die gesamte Unterverteilung spannungsfrei, zum Beispiel für Wartungsarbeiten.
  • Leitungsschutzschalter: Schützen Leitungen vor Überlast und Kurzschluss. Die Charakteristik richtet sich nach dem angeschlossenen Verbraucher.
  • Fehlerstromschutzschalter: Erfassen Differenzströme und schalten bei 30 Milliampere ab. Steckdosenstromkreise bis 32 Ampere für Laienbedienung brauchen diesen Schutz nach DIN VDE 0100-410.
  • Überspannungsschutz: Leitet Überspannungen aus Blitzeinschlag oder Schalthandlungen ab. Seit dem 14. Dezember 2018 gilt die Pflicht nach DIN VDE 0100-443 und DIN VDE 0100-534 auch im Wohnungsbau.
  • N- und PE-Klemmen: Sammelschienen für Neutralleiter und Schutzleiter, auf die jeder Stromkreis einzeln aufgelegt wird.
  • Reihenklemmen: Ordnen die abgehenden Leitungen und erleichtern spätere Messungen.
  • Zusatzkomponenten: Schütze, Zeitschaltuhren, Klingeltransformatoren, Relais und die Steuerbox für netzdienliche Steuerung.
  • Abdeckungen und Beschriftung: Blenden schließen freie Plätze, das Beschriftungsfeld und der Verteilerplan machen die Anlage nachvollziehbar.

Anforderungen an eine sichere Elektroinstallation im Unterverteiler – Checkliste

Arbeiten hinter dem Zählpunkt gehören nach § 13 NAV in die Hand eines im Installateurverzeichnis eingetragenen Fachbetriebs. Prüfen Sie die folgenden Punkte vor der Übergabe:

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Schutzart einhalten

Mindestens IP 31 für die Aufputzausführung und IP 30 für die Unterputzausführung nach DIN VDE 0470-1. In Feuchträumen liegt die Anforderung höher.

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Platzreserve vorsehen

Rund 20 Prozent freie Teilungseinheiten für spätere Automaten, Fehlerstromschutzschalter oder Relais.

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Verteilergröße nach Wohnungsgröße wählen

Nach DIN 18015-2 mindestens vierreihig bei Mehrraumwohnungen und mindestens dreireihig bei Einraumwohnungen.

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Berührungsschutz sicherstellen

Alle aktiven Teile abgedeckt, freie Plätze mit Blenden geschlossen.

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Zugentlastung setzen

Leitungen vor der Einführungsstelle mit Schellen oder Verschraubungen fixieren.

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Kennzeichnung anbringen

Name des ausführenden Betriebs am Verteiler, Verteilerplan an der Innenseite der Tür.

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Stromkreise eindeutig beschriften

Jeder Abgang mit Raum und Funktion, damit die Zuordnung ohne Suchen gelingt.

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Selektivität prüfen

Die Vorsicherung muss über der Absicherung der abgehenden Stromkreise liegen.

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Anlage prüfen und protokollieren

Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 mit Messprotokoll und Übergabe an den Kunden.

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Wiederholungsprüfung terminieren

In gewerblich genutzten Objekten nach DGUV Vorschrift 3 in festen Intervallen.

 

Halten Sie Messwerte, Fotos und Freigaben gleich digital fest. Eine saubere Baustellendokumentation hilft Ihnen bei jeder Rückfrage und bei der nächsten Wiederholungsprüfung.

Was ist bei der Platzierung des Unterverteilers zu beachten?

Der Montageort entscheidet über die Bedienbarkeit der Anlage. Der Abstand vom Fußboden bis zur Mitte des Verteilers liegt zwischen 1,10 und 1,85 Meter. In diesem Bereich erreichen Sie jeden Schalter ohne Leiter und lesen die Beschriftung ohne Taschenlampe.

  • Frei zugänglich montieren: Der Verteiler darf weder zugestellt noch hinter Möbeln verbaut werden.
  • Temperatur beachten: Die Umgebungstemperatur bleibt dauerhaft unter 30 Grad Celsius, sonst altern die Komponenten schneller.
  • Feuchtigkeit vermeiden: Kein Kondenswasser am Gehäuse, in Feuchträumen die Schutzart entsprechend erhöhen.
  • Beleuchtung sicherstellen: Der Bereich vor dem Verteiler braucht ausreichend Licht für Messungen.
  • Leitungswege kurz halten: Die Unterverteilung sitzt möglichst zentral im versorgten Bereich.
  • Fluchtwege freihalten: Die geöffnete Tür darf keinen Rettungsweg blockieren.

In Nebengebäuden gelten eigene Bedingungen. Eine Werkstatt mit Absauganlage, ein Lager mit Staubbelastung oder eine offene Garage überfordern ein Standardgehäuse schnell. Erhöhen Sie dort die Schutzart und prüfen Sie, ob die Zuleitung vom Hauptgebäude für die geplante Last ausgelegt ist.

In Bestandsgebäuden lohnt sich vor der Festlegung ein sauberes Aufmaß für Elektroinstallationen. Erfassen Sie die vorhandenen Leitungswege und Wandstärken vorher, damit Sie sich am Ende Überraschungen beim Stemmen sparen.

Verdrahtung einer Unterverteilung

Die Verdrahtung folgt einer klaren Reihenfolge. Die Einspeisung läuft über den Hauptschalter auf den Fehlerstromschutzschalter, von dort auf die Sammelschiene und weiter auf die Leitungsschutzschalter. Neutralleiter und Schutzleiter jedes Stromkreises werden einzeln auf die jeweilige N- oder PE-Schiene geführt.

  • Querschnitte richtig wählen: Für Einfamilienhäuser bis 63 Ampere Bemessungsstrom wird feindrähtige Kupferader mit 10 mm² eingesetzt, bis 100 Ampere gilt ein Mindestquerschnitt von 16 mm² nach DIN 43870-3.
  • Aderendhülsen verwenden: Auf der Zählerseite kommen Hülsen mit 18 Millimeter Länge nach DIN 46228 zum Einsatz.
  • Kammschienen sauber ablängen: Schnittkanten entgraten und offene Enden mit Endkappen sichern.
  • Drehmomente einhalten: Klemmstellen mit den Herstellerwerten anziehen und die Kontrolle dokumentieren.
  • Farbregeln befolgen: Blau für den Neutralleiter, grüngelb ausschließlich für den Schutzleiter.
  • Leitungen ordnen: Adern gebündelt und rechtwinklig führen, damit spätere Messungen und Erweiterungen leicht fallen.

Der Stromlaufplan gehört zur Verdrahtung dazu. Er dokumentiert, welcher Abgang wohin führt, und ist bei jeder Erweiterung die Grundlage. Werkzeuge zum Schaltplan zeichnen erzeugen diese Unterlagen normgerecht und in einer Qualität, die Sie dem Kunden übergeben können.

Vorteile eines Unterverteilungs-Konfigurators

Der größte Hebel liegt in der Zeit. Was von Hand eine halbe Stunde dauert, steht im Konfigurator nach wenigen Minuten. Die Werkzeuge rechnen Teilungseinheiten mit, prüfen die Bestückung und melden Konflikte sofort.

  • Weniger Planungsfehler: Automatische Prüfungen erkennen fehlende Komponenten und überschrittene Platzgrenzen.
  • Belastbare Stückliste: Die Materialliste entsteht direkt aus der Konfiguration, Übertragungsfehler entfallen.
  • Schnelle Kostenklarheit: Preise erscheinen während der Konfiguration und lassen sich sofort ins Angebot übernehmen.
  • Dokumentation inklusive: Stromlaufplan, Beschriftung und Schaltplan kommen bei vielen Anbietern mit.
  • Direkte Bestellung: Über Schnittstellen wie Elbridge geht die Konfiguration ohne Umweg an den Großhandel.
  • Planbare Vorfertigung: Fertig verdrahtete Verteiler verkürzen die Montagezeit vor Ort auf Aufhängen, Anschließen und Prüfen.

Für den Betrieb zahlt sich das doppelt aus. Kürzere Montagezeiten verbessern die Kalkulation und machen Termine verlässlicher. Übernehmen Sie die Stückliste aus dem Konfigurator in Ihre Bürosoftware, können Sie anschließend ohne Nacherfassung Rechnungen schreiben. Bei größeren Projekten mit mehreren Verteilern spielt zusätzlich eine echte Elektroplanungssoftware ihre Stärken aus, weil sie Berechnung, Zeichnung und Dokumentation im selben Datenbestand hält.

Ein Rechenbeispiel macht den Effekt greifbar. Planung, Bestellung und Aufbau eines mittleren Verteilers binden im Betrieb schnell drei bis vier Stunden. Kommt der Verteiler fertig verdrahtet an, bleiben Aufhängen, Anschließen und Prüfen. Die eingesparte Zeit fließt in abrechenbare Montagestunden auf der Baustelle. Bei zwei Verteilern im Monat summiert sich das über das Jahr auf eine Woche Arbeitszeit, die Ihnen an anderer Stelle fehlt.

Tipp: Medienbrüche mit Handwerkersoftware vermeiden

Je weniger Informationen zwischen Planung, Einkauf und Abrechnung erneut erfasst werden müssen, desto effizienter lässt sich ein Auftrag bearbeiten. Deshalb lohnt es sich, auch die nachgelagerten kaufmännischen Abläufe digital und möglichst zentral zu organisieren. Mit der Handwerkersoftware STREIT werden Kalkulation, Einkauf, Lager und Auftragsbearbeitung bis hin zur Rechnungsstellung innerhalb einer Software verwaltet.

Zur STREIT Handwerkersoftware

Unterschied von Unterverteilung und Hauptverteilung

Beide Verteilungen erfüllen dieselbe Grundaufgabe und sitzen an unterschiedlichen Stellen der Anlage. Die Hauptverteilung übernimmt den gesamten Strom des Gebäudes und gibt ihn an die nachgelagerten Unterverteilungen ab. Diese versorgen dann einzelne Etagen, Wohnungen oder Gebäudeteile.

MerkmalHauptverteilungUnterverteilung
Position in der AnlageZentral hinter dem Hausanschluss und der ZähleranlageNachgelagert, im versorgten Gebäudebereich
AufgabeVerteilt die Gesamtleistung auf einzelne SträngeTeilt einen Strang auf die einzelnen Stromkreise auf
Typische AbsicherungHauptsicherungen und Leistungsschalter mit hohen BemessungsströmenLeitungsschutz- und Fehlerstromschutzschalter für Endstromkreise
GrößeStandschrank oder großer WandverteilerWandverteiler, meist drei- bis sechsreihig
StandortHausanschlussraum, Keller, TechnikzentraleEtage, Wohnung, Werkstatt, Garage
Anzahl je GebäudeMeist eine je GebäudeMehrere, je nach Gebäudegröße

In kleinen Einfamilienhäusern verschwimmt die Grenze. Dort übernimmt oft ein einziger Verteiler beide Rollen. Sobald Nebengebäude, Werkstatt oder eine ausgebaute Dachgeschosswohnung dazukommen, lohnt sich die Trennung.

FAQs zu Unterverteilungs Konfiguratoren

Wo darf eine Unterverteilung installiert werden?

Der Verteiler gehört an einen trockenen, frei zugänglichen Ort mit einer Umgebungstemperatur unter 30 Grad Celsius. Die Mitte des Verteilers liegt zwischen 1,10 und 1,85 Meter über dem Fußboden. Übliche Standorte sind Flur, Hausanschlussraum, Werkstatt oder Garage. In Feuchträumen und Außenbereichen brauchen Sie ein Gehäuse mit passender Schutzart. Zugestellte oder eingebaute Verteiler sind nicht zulässig, weil im Fehlerfall der Zugriff fehlt.

Was ist ein Unterverteilungs-Konfigurator?

Ein Unterverteilungs-Konfigurator ist ein Online-Werkzeug, mit dem Sie einen Verteiler Schritt für Schritt zusammenstellen. Sie legen Gehäuse, Montageart, Reihenzahl und Bestückung fest, das Tool rechnet die Teilungseinheiten mit und erzeugt daraus Stückliste und Dokumentation. Manche Anbieter liefern anschließend den fertig verdrahteten Verteiler, andere stellen ausschließlich die Planung bereit.

Welche Vorteile bietet ein Unterverteilungs-Konfigurator?

Sie sparen Planungszeit, vermeiden Rechenfehler bei Platz und Bestückung und erhalten eine Stückliste, die direkt in Bestellung und Angebot einfließt. Automatische Prüfungen zeigen Konflikte, bevor Material bestellt ist. Bei vorkonfektionierten Verteilern verkürzt sich zusätzlich die Montagezeit auf der Baustelle deutlich.

Was muss alles in die Unterverteilung?

Zur Grundausstattung gehören Hauptschalter, Leitungsschutzschalter für jeden Stromkreis, mindestens ein Fehlerstromschutzschalter mit 30 Milliampere Auslösestrom, N- und PE-Klemmen sowie ein Überspannungsschutz. Dazu kommen Abdeckungen, Beschriftung und der Verteilerplan. Je nach Objekt ergänzen Schütze, Zeitschaltuhren, Klingeltransformator und die Steuerbox für steuerbare Verbrauchseinrichtungen die Bestückung. Planen Sie rund 20 Prozent freie Teilungseinheiten für spätere Erweiterungen ein.

Fazit

Ein Unterverteilung Konfigurator nimmt Ihnen die Rechenarbeit ab und liefert eine belastbare Grundlage für Bestellung und Montage. Die Herstellertools von ABB und Hager sind stark, wenn Sie selbst planen und bauen. ABB Easy Pro punktet mit freier Verteilerplanung und normgerechter Dokumentation, ZPlan mit der automatischen Berücksichtigung der TAB Ihres Netzbetreibers. Die Shop-Konfiguratoren von Zaehlerschrank24, MeinZählerschrank.de und Sicherungskasten24 liefern den Verteiler fertig verdrahtet und geprüft ans Ziel und sparen damit Werkstattzeit.

Unabhängig vom Werkzeug bleiben die fachlichen Punkte gleich: passende Schutzart, ausreichend Platzreserve, sauber getrennte Stromkreise, korrekte Querschnitte und eine vollständige Dokumentation. Legen Sie diese Punkte auf jeden Fall vorab fest und nutzen Sie den Konfigurator als Prüfinstanz. Auf diese Weise montieren Sie schneller und übergeben eine Anlage, die auch in fünf Jahren noch erweiterbar ist.

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