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Vorstellungsgespräch im Handwerk – was wirklich zählt
Mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch im Handwerk scheint der neue Job auf einmal zum Greifen nah. Wer die Stelle aber tatsächlich bekommen will, sollte sich gut vorbereiten. Handwerker müssen bei einem Vorstellungsgespräch sowohl auf fachlicher als auch auf persönlicher Ebene punkten und sollten sich stets umfassend auf mögliche Fragen vorbereiten.

Inhalt
- Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch – Checkliste
- Ablauf eines Vorstellungsgespräch im Handwerk
- Bewerbungsgespräch richtig führen
- Stärken und Schwächen nennen
- Outfit beim Bewerbungsgespräch
- Arten von Vorstellungsgesprächen im Handwerk
- Vorstellungsgespräch auf Englisch führen
- Rückmeldung nach Vorstellungsgespräch durch den Arbeitnehmer
- Tipps für den Arbeitgeber für das Vorstellungsgespräch
- FAQs zum Vorstellungsgespräch im Handwerk
Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch – Checkliste
Bevor Sie sich ins Bewerbungsgespräch wagen, können Sie diese Checkliste abarbeiten:
Ihre Bewerbungsmappe sollte den Personalern schon vorliegen. Bereiten Sie sich auf mögliche Fragen zu Ihrem Lebenslauf vor und überlegen Sie sich, wie Sie mögliche Lücken erklären.
Informieren Sie sich über den Betrieb und formulieren Sie Fragen, die Sie im Gespräch stellen können.
Suchen Sie sich ein Outfit aus, das zum Unternehmen passt, und legen Sie es bereit.
Recherchieren Sie vorab, wie Sie am besten zu dem Unternehmen kommen und wo Sie parken können.
Nehmen Sie einen Block und einen Stift mit, sodass Sie jederzeit Notizen machen können.
Ablauf eines Vorstellungsgespräch im Handwerk
Vorstellungsgespräche laufen in der Regel nach einem klassischen Muster ab. Wenn Sie wissen, was auf Sie zukommt, sind Sie vielleicht weniger aufgeregt und können sich besser vorbereiten:
- Small Talk: Typischerweise beginnt das Vorstellungsgespräche mit lockerem Small Talk, der das Eis brechen und eine angenehme Atmosphäre schaffen soll.
- Vorstellung: Anschließend stellen sich der potenzielle Arbeitgeber und der Bewerber einander vor, sodass sich beide Seiten besser kennenlernen können.
- Fragenstellung: Das Unternehmen stellt dem Bewerber verschiedene Fragen zu seinem Werdegang und zu seiner Motivation, sich für die freie Stelle zu bewerben.
- Organisatorische Angelegenheiten: Jetzt wird darüber gesprochen, ab wann die Stelle verfügbar ist und wann der Bewerber sie antreten kann. Im Zuge dessen können auch Gehaltsvorstellungen thematisiert werden.
- Rückfragen: Der Bewerber kann ebenfalls offene Fragen an das Unternehmen stellen und sollte das auch tun, um sein Interesse zu bekunden.
- Verabschiedung: Das Vorstellungsgespräche endet mit einer höflichen Verabschiedung, bei der sich beide Seiten bedanken.
Natürlich ist dieser Ablauf nicht in Stein gemeißelt. Es kann durchaus vorkommen, dass Unternehmen eine andere Herangehensweise haben oder die traditionelle Struktur eines Vorstellungsgespräche im Handwerk aufbrechen.
Vorstellungsgespräch richtig führen
Bereiten Sie sich auf mögliche Fragen vor, stellen Sie gerne auch Rückfragen und lassen Sie sich nicht verunsichern. Wichtig ist, dass Sie Ihre Stärken hervorheben und dem Personaler darlegen, warum gerade Sie für den Job so gut geeignet sind.
Häufige Fragen beim Vorstellungsgespräch
Warum haben Sie sich ausgerechnet bei uns beworben?
Bei dieser Frage können Sie punkten, indem Sie erläutern, was Ihre Motivation für die offene Stelle ist und warum sie sich gerade für dieses Unternehmen interessieren. Vielleicht können Sie sich besonders gut mit der Unternehmenskultur identifizieren oder sie fühlen sich von dem guten Ruf des Betriebs angezogen. Um diese Frage beantworten zu können, sollten Sie vorab natürlich ein wenig Recherche betreiben und sich über das Unternehmen informieren.
Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?
Diese Frage wird oft abschließend gestellt und gibt Ihnen die Möglichkeit, sich noch einmal ins rechte Licht zu rücken und Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zusammenzufassen. Neben fachlichen Kompetenzen spielt auch Ihre persönliche Eignung eine Rolle. Sie können zum Beispiel darauf eingehen, warum Sie glauben, dass Sie gut in das Team passen würden oder warum Sie den jeweiligen Betrieb gut repräsentieren könnten.
Typische Handwerker-Fragen, die auf Sie zukommen könnten
Die oben genannten Fragen kommen branchenübergreifend in Vorstellungsgesprächen im Handwerk vor. Sie müssen aber natürlich auch mit Fragen rechnen, die für Ihren Beruf relevant sein können, und sollten sich entsprechend darauf vorbereiten. Wenn Sie bereits einiges an Berufserfahrung haben, dürften Ihnen die meisten dieser Fragen aber leichtfallen. Wir haben hier Beispielfragen für zwei Gewerke für Sie.
Dachdecker
Wenn Sie sich auf eine Stelle als Dachdecker bewerben, müssen Sie unter anderem mit diesen Fragen rechnen:
- Welche Erfahrungen haben Sie mit verschiedenen Dachtypen sammeln können? Kennen Sie sich mit Steil- und Flachdächern aus?
- Mit welchen Materialien haben Sie bereits gearbeitet und welche davon bevorzugen Sie?
- Beschreiben Sie Schritt für Schritt, wie Sie ein Dach neu eindecken würden.
- Was ist bei einer energetischen Dachsanierung zu beachten?
- Wie gewährleisten Sie die Arbeitssicherheit auf der Baustelle?
- Bilden Sie sich regelmäßig über neue Techniken und Materialien in der Dachdeckerei fort?
Elektroinstallateur
Als Elektroinstallateur benötigen Sie nicht nur technisches Fachwissen, sondern müssen sich auch mit den geltenden Sicherheitsvorschriften auskennen. Im Vorstellungsgespräche könnten Ihnen mitunter diese Fragen gestellt werden:
- Wie lauten die fünf Sicherheitsregeln im Elektrohandwerk?
- Was tun Sie sonst noch, um sicheres Arbeiten zu gewährleisten?
- Wie gehen Sie bei der Fehlerdiagnose bei einem elektrischen Problem vor?
- Wie führen Sie die Prüfung einer elektrischen Anlage durch?
- Haben Sie bereits Erfahrung mit erneuerbaren Energien wie Fotovoltaik?
Rückfragen im Vorstellungsgespräch als Bewerber
Gegen Ende des Vorstellungsgespräches wird Sie der Personaler vermutlich fragen, ob Sie selbst ebenfalls Fragen haben. Darauf sollten Sie sich unbedingt vorbereiten. Mögliche Rückfragen für Bewerber gibt es viele:
- Welche Erwartungen haben Sie an einen guten Mitarbeiter?
- Welche Werte zeichnen Ihr Unternehmen aus?
- Gibt es Fördermöglichkeiten für Mitarbeiter?
- Welche Fehler sollte ich unbedingt vermeiden?
- Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
- Wie sieht die Zusammenarbeit im Team aus?
Auf Fragen nach dem Urlaubsanspruch oder dem Gehalt sollte verzichtet werden, wenn der Personaler nicht von selbst davon spricht. Das kann schnell den Eindruck erwecken, dass Freizeit und Geld die wichtigsten Themen für den Bewerber sind.
Rückfragen helfen übrigens nicht nur dabei, verstärktes Interesse an dem Job oder am Unternehmen zu zeigen. Sie liefern Ihnen außerdem weitere Informationen und machen es Ihnen so leichter, zu entscheiden, ob der Arbeitgeber wirklich für Sie geeignet ist. Schließlich kann es auch passieren, dass Sie sich nach einem Vorstellungsgespräch im Handwerk gegen einen Betrieb entscheiden und lieber woanders eine Stelle annehmen.
Stärken und Schwächen nennen
Mit der Frage nach Stärken und Schwächen wollen Unternehmen Ihre Selbstreflexion testen und herausfinden, ob Sie der Aufgabe wirklich gewachsen sind. Die folgenden Stärken und Schwächen sind nur Beispiele. Sie selbst wissen am besten, was auf Sie zutrifft und was nicht:
| Stärken | Schwächen |
· Belastbarkeit · Lernbereitschaft · Zuverlässigkeit · Verantwortungsbewusstsein · Kommunikationsstärke · Anpassungsfähigkeit · Durchhaltevermögen | · Sturheit · Kann nicht Nein sagen · Direktheit · Zu gutmütig · Detailverliebtheit · Schwierigkeiten bei Multitasking · Ungeduld |
Was sind Ihre Stärken?
An dieser Frage werden Sie in einem Vorstellungsgespräche im Handwerk vermutlich nicht herumkommen. Nutzen Sie die Frage zur Selbstvermarktung und nennen Sie Ihre wichtigsten Fähigkeiten, belegt mit kurzen Beispielen zu Aufgaben und Erfolgen. Gehen Sie gerne auch auf Softskills ein. Als Handwerker werden Sie vermutlich viel im Kundenkontakt oder im Team mit anderen Mitarbeitern arbeiten, sodass solche Fähigkeiten durchaus wichtig sind.
Was sind Ihre Schwächen?
Viele Personaler möchten nicht nur wissen, was Sie gut können, sondern auch erfahren, wo Sie Defizite haben. Stellen Sie sich nicht als perfekten Saubermann dar, sondern räumen Sie Schwächen ein. So zeigen Sie, dass Sie kritikfähig sind. Erklären Sie aber immer auch, wie Sie mit Ihren Schwächen umgehen, und zeigen Sie so, dass Sie stets bereit sind, sich zu verbessern.

Outfit beim Bewerbungsgespräch
Es versteht sich von selbst, dass Sie beim Bewerbungsgespräch einen möglichst guten Eindruck machen möchten. Dazu gehört nicht nur, dass Sie sich auf die Fragen vorbereiten und sich und Ihre Fähigkeiten im besten Licht zeigen. Auch ein angemessenes äußeres Erscheinungsbild ist von großer Bedeutung. Auf Anzug und Krawatte oder das schicke Kostüm können Sie aber getrost verzichten.
In der Handwerksbranche geht es in der Regel etwas lockerer zu, sodass Sie sich schnell overdressed fühlen könnten, wenn Ihr potenzieller Chef in Jeans und T-Shirt vor Ihnen sitzt, während Sie ein Sakko tragen. Wählen Sie also lieber ein ordentliches, aber nicht zu elegantes Outfit. Das könnte zum Beispiel so aussehen:
Männer:
- Jeans oder Stoffhose in einer gedeckten Farbe
- Hemd oder Poloshirt
- Lederschuhe zum Schnüren oder Slipper
Frauen:
- Jeans oder Stoffhose in einer gedeckten Farbe
- Bluse oder Poloshirt
- Lederschuhe zum Schnüren, Stiefeletten oder Ballerinas
Ob Sneaker im Bewerbungsgespräch in Ordnung sind, da scheiden sich die Geister. Viele Chefs haben mit einem gepflegten Paar Turnschuhe in einer nicht allzu auffälligen Farbe kein Problem. Allerdings kann es gerade im Handwerk passieren, dass Sie einem Chef der alten Schule gegenüberstehen. Gehen Sie das Risiko lieber nicht ein und greifen Sie zu einem Paar gepflegter Freizeitschuhe. Generell sollte Ihre Kleidung in tadelosem Zustand und möglichst knitterfrei sein. Verzichten Sie außerdem auf schrille Farben und auffällige Muster. So wirken Sie professionell, sind aber auch nicht overdressed
Arten von Vorstellungsgesprächen im Handwerk
Neben dem klassischen Vorstellungsgespräch im Handwerk, das nach dem typischen Schema mit Small Talk, Fragen und Verabschiedung stattfindet, gibt es auch noch andere Varianten.
- Strukturiertes Vorstellungsgespräch: Der Personaler bereitet für das Interview einen Fragenkatalog vor, den er bei jedem Bewerber abarbeitet, sodass er die Antworten perfekt miteinander vergleichen kann.
- Offenes oder freies Vorstellungsgespräch: Das Gespräch folgt keinem erkennbaren roten Faden. Vielmehr fließt die Konversation natürlich vor sich hin und Fragen werden spontan gestellt.
- Stressinterview: Es werden gezielt kontroverse und kritische Fragen gestellt, um zu überprüfen, wie Sie darauf reagieren.
- Assessment-Center: Manche Unternehmen begnügen sich nicht mit einem klassischen Bewerbungsgespräch, sondern lassen die Bewerber einen mehrstufigen Prozess durchlaufen, in dem unter anderem Rollenspiele und Tests durchgeführt werden.

Online-Vorstellungsgespräch
Immer häufiger finden Vorstellungsgespräche auch über einen Videocall statt. Das spart Zeit und kann genauso effektiv wie ein persönliches Interview sein. Bereiten Sie sich darauf vor, indem Sie vorab Ihre Technik überprüfen.
Sie brauchen eine Kamera mit guter Qualität, der Ton muss funktionieren und die Internetverbindung stabil sein. Wenn Sie vorher noch nie einen Videocall gemacht haben, dann laden Sie sich die Software vorab herunter und bitten Sie einen Freund, es einmal mit Ihnen auszuprobieren.
Wählen Sie einen möglichst neutralen oder zumindest sehr ordentlichen Hintergrund und ziehen Sie sich genauso an, wie Sie es auch bei einem persönlichen Vorstellungsgespräch tun würden. Vermeiden Sie es, auf Notizen zu schauen. Das merkt das Gegenüber in der Regel schnell.
Dauer eines Vorstellungsgesprächs
Die Dauer eines Vorstellungsgesprächs kann stark variieren. Sie können aber von einer Zeitspanne von 45 Minuten bis anderthalb Stunden ausgehen. Das hängt auch ein wenig davon ab, wie viel Berufserfahrung Sie bereits haben und ob Sie sich um eine normale Stelle oder einen Praktikumsplatz bewerben. Bei Letzterem genügen häufig auch nur 20 Minuten. Manchmal sind die Gespräche sogar noch kürzer. Den Chefs geht es in diesem Fall nur darum, den Praktikanten einmal kennenzulernen, bevor er im Betrieb anfängt.
Vorstellungsgespräch auf Englisch führen
Auch als Handwerker können Sie sich bei einem großen internationalen Unternehmen bewerben und dort zum Beispiel im Wartungsteam arbeiten. Manchmal ist in solchen Großbetrieben die Unternehmenssprache Englisch. Dass Sie die beherrschen, müssen Sie im Bewerbungsgespräch direkt unter Beweis stellen.
Vermeiden Sie dabei unbedingt typische Grammatikfehler, wie die falsche Verwendung von Präpositionen, und frischen Sie auch noch einmal Ihre Kenntnisse über die Zeiten auf. Im Englischen kommt es auf eine korrekte Anwendung von Simple Past und Past Perfect an. Auch die Verlaufsform ist wichtig. Vielleicht können Ihnen außerdem die folgenden Vokabeln weiterhelfen:
- Employer: Arbeitgeber
- Employee: Arbeitnehmer
- Position: Stelle
- Salary: Gehalt
- Wage: Lohn
- Hourly wage: Stundenlohn
- Contract of employment: Arbeitsvertrag
- Full-time: Vollzeit
- Part-time: Teilzeit
Ihr Englisch muss nicht fehlerfrei sein, aber Ihr Gegenüber sollte Sie gut verstehen können. Als Handwerker sollten Sie außerdem die Fachbegriffe kennen, die Ihr Gewerk betreffen. Wenn das nicht der Fall ist, wird das der Personaler im Gespräch schnell merken und sich zu Recht die Frage stellen, ob Sie wirklich der richtige Kandidat für die Stelle sind. Eignen Sie sich also unbedingt auch das notwendige Fachvokabular an.
Nach dem Vorstellungsgespräch – so geht’s weiter
Üblicherweise melden sich Unternehmen nach dem Vorstellungsgespräch im Handwerk nach etwa ein bis drei Wochen bei den Bewerbern zurück. Es kann aber auch deutlich länger dauern. Gerade bei größeren Unternehmen müssen Sie oft ein wenig länger warten.
Dankschreiben nach Vorstellungsgespräch
Wenn Sie möchten, können Sie zeitnah nach dem Vorstellungsgespräch ein Dankschreiben per E-Mail verschicken. Damit rufen Sie sich noch einmal ins Gedächtnis und bedanken sich für das Interview. Verzichten Sie auf Nachfragen und verfassen Sie ein individuelles Schreiben für jedes Unternehmen. Generische Formulierungen fallen auf! Bedanken Sie sich, stellen Sie noch offene Fragen und bekunden Sie abermals Ihr Interesse. So zeigen Sie, dass Sie sich nach wie vor für den Job interessieren.
Wir stellen Ihnen eine Beispiel Mail für ein Dankschreiben zur Verfügung:
Betreff: Danke für das Gespräch am [Datum] [Stellenbezeichnung]
Sehr geehrte/r Frau/Herr [Name],
vielen Dank für das freundliche Gespräch am [Datum]. Besonders spannend fand ich [konkreter Punkt].
Die beschriebenen Aufgaben passen gut zu meiner Erfahrung im [Bereich]. In meinem letzten Projekt habe ich [kurzes Beispiel]. Gern bringe ich [2–3 Stärken, z.B. „strukturierte Arbeitsweise“] ein.
[Optional:] Gern sende ich Ihnen bei Bedarf zusätzliche Referenzen oder Zertifikate. Ein Start wäre ab [Datum] möglich, telefonisch bin ich unter [Nummer] erreichbar.
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.
Mit freundlichen Grüßen
[Vorname Nachname]
[Telefon] · [E-Mail] · [optional: Link Portfolio/LinkedIn]
Rückmeldung nach Vorstellungsgespräch durch den Arbeitnehmer
Noch keine Rückmeldung erhalten
Wenn Sie nach zwei bis drei Wochen nichts vom Unternehmen gehört haben, können Sie vorsichtig nachfragen, wie es aussieht. Auch damit betonen Sie noch einmal Ihr Interesse an der offenen Position. Bevor Sie beim Unternehmen nach dem Stand der Bewerbung fragen, sollten Sie überprüfen, ob Sie vielleicht schon eine Rückmeldung erhalten haben. Das kann auch per E-Mail passieren. Werfen Sie deswegen unbedingt auch einen Blick in Ihren Spam-Ordner.
Zusage erteilen
Sie haben eine Zusage erhalten - herzlichen Glückwunsch. Antworten Sie entweder mit einer Zusage, oder aber, wenn Sie sich doch anders entschieden haben, weil Ihnen der Betrieb nicht zusagt mit einer Absage. Beide Antworten können gerne per E-Mail gesendet werden.
Absage erhalten
Sie haben eine Absage erhalten? Dann fragen Sie das Unternehmen doch nach dem Grund und lernen Sie so für weitere Bewerbungen. Gegebenenfalls kann es sinnvoll sein, die Bewerbungsmappe noch einmal zu überarbeiten oder sich besser auf das Vorstellungsgespräch vorzubereiten.
Tipps für den Arbeitgeber für das Vorstellungsgespräch
Auch der Arbeitgeber sollte sich bestmöglich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten. So fällt es ihm leichter, den geeigneten Kandidaten zu finden:
- Sich über den Bewerber informieren: Schauen Sie sich Lebenslauf und Anschreiben genau an, sodass Sie wissen, mit wem Sie es im Gespräch zu tun haben. Daraus lassen sich oft schon die ersten interessanten Fragen ableiten.
- Angenehme Rahmenbedingungen schaffen: Sorgen Sie dafür, dass der Bewerber schon am Empfang freundlich begrüßt wird, und führen Sie das Gespräch in einem ruhigen Raum abseits des Trubels. Planen Sie außerdem genügend Zeit für das Interview ein, sodass Sie es nicht plötzlich abrupt abbrechen müssen.
- Gesprächsablauf festlegen: Legen Sie vor dem Gespräch eine grobe Struktur fest. Dabei müssen Sie gar nicht erfinderisch sein. Halten Sie sich einfach an den klassischen Ablauf.
- Nur relevante Informationen an den Kandidaten weitergeben: Überlegen Sie sich vorher, was der Bewerber über Ihr Unternehmen wissen muss und was er nur von Ihnen erfahren kann. Allgemein verfügbare Informationen kann er sich selbst beschaffen.
- Nur zulässige Fragen stellen: Bereiten Sie Fragen vor und informieren Sie sich vorher, welche davon zulässig sind. Tatsächlich dürfen Sie den Bewerber nicht alles fragen!
- Auf Gegenfragen vorbereiten: Machen Sie sich bewusst, dass auch Sie sich bei dem Kandidaten bewerben. Seien Sie deswegen für Gegenfragen gewappnet und bereiten Sie Antworten vor.
- Wie es weitergeht: Erklären Sie dem Bewerber, wie der weitere Prozess nach dem Bewerbungsgespräch aussehen wird und wann er mit einer Rückmeldung rechnen kann.
Rückmeldung nach dem Vorstellungsgespräch durch den Arbeitgeber
Melden Sie sich innerhalb der genannten Frist bei dem Bewerber zurück. Wenn Sie diese aus betrieblichen Gründen nicht einhalten können, dann kommunizieren Sie das kurz. Gerade bei kleineren Handwerksbetrieben kann schnell einmal etwas dazwischenkommen. Sie zeigen dem Bewerber gegenüber aber Wertschätzung, wenn Sie ihm den Grund für die Verzögerung nennen.
Zusage erteilen
Der erste Schritt auf dem Weg zum Arbeitsvertrag, ist eine schriftliche Zusage. Anschließend sollten Sie alle wichtigen Unterlagen vorbereiten und dem Bewerber einen Ansprechpartner zuweisen, an den er sich bei Fragen wenden kann. Wichtig ist auch, einen Termin für den ersten Arbeitstag festzulegen und natürlich einen Arbeitsvertrag aufzusetzen und zu unterschreiben.
Absage erteilen
Auch bei einer Absage sollten Sie sich schnell bei dem Bewerber melden. Er kann dann einen Haken unter die Sache setzen und sich anderswo bewerben. Zählen Sie ihm außerdem die Gründe für die Absage auf, sodass er daraus lernen kann.

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FAQs zum Vorstellungsgespräch im Handwerk
Was sind die typischen Fragen beim Vorstellungsgespräch als Handwerker?
Als Handwerker bekommen Sie unter anderem klassische Fragen wie „Was sind Ihre Stärken?“ oder „Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?“ gestellt. Überdies werden Sie wahrscheinlich mit fachlichen Fragen und Fragen zu Ihren Erfahrungen mit bestimmten Materialien und Techniken konfrontiert werden.
Welche Kleidung sollte ich für ein Vorstellungsgespräch tragen?
Die Kleidung sollte zur Branche passen. Im handwerklichen Bereich genügt ein ordentliches Outfit aus Jeans, Hemd und Lederschuhen.
Was sind Stressfragen im Vorstellungsgespräch?
Stressfragen zielen darauf ab, Sie unter Druck zu setzen und zu beobachten, wie Sie unter Stress reagieren. Personaler stellen zum Beispiel gerne kritische Fragen zu Lücken im Lebenslauf oder persönlichen Misserfolgen.
Wer sitzt mir gegenüber, der Chef, die Personalabteilung oder ein Vorarbeiter?
Wer Ihnen im Bewerbungsgespräch gegenübersitzt, kann von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein. Kleine Handwerksbetriebe haben oft keine Personalabteilung, sodass Sie vermutlich mit dem Chef selbst sprechen werden.
Wie bereite ich mich auf mögliche Fachfragen oder praktische Tests vor?
Um möglichst gut vorbereitet zu sein, sollten Sie sich noch einmal mit der Theorie Ihres Gewerks befassen und Ihre Grundkenntnisse auffrischen. Auf praktische Tests sollten Sie durch Ihre Berufserfahrung und Ihre Ausbildung bereits gut vorbereitet sein. Ansonsten können wichtige Standardtätigkeiten aber vorab auch geübt werden.
Fazit
Vorstellungsgespräche laufen häufig nach dem gleichen Schema ab, sodass sich Handwerker bis zu einem gewissen Grad vorbereiten können. Machen Sie sich mit typischen und wiederkehrenden Fragen vertraut und formulieren Sie Antworten in Ihrem Kopf vor. Nachdem Sie das Gespräch erfolgreich überstanden haben, können Sie ein Dankschreiben formulieren und sich nach zwei bis drei Wochen auch nach dem Stand der Bewerbung informieren. Wenn alles gut läuft, halten Sie schon bald Ihren Arbeitsvertrag in den Händen!